Amtsblatt 02-Seniorenwohnanlage

Seniorenwohnanlage

Amtsblatt -02-
Amtsblatt -02-

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
vielleicht spricht das heutige Thema meiner „Schönen Grüße" nicht alle Leserinnen und Leser unseres Amtsblattes an. Insbesondere bei denjenigen, die sich momentan noch in der ersten Lebenshälfte befinden, die sich gerade Ihr eigenes Haus gebaut haben, am Anfang der Familienplanung stehen und gerade richtig Fuß im Berufsleben gefasst haben liegen die Schwerpunkte ihrer Lebensgestaltung noch in anderen Bereichen. Freizeitgestaltung, Mobilität und Kinderbetreuung stehen bei den jüngeren eher im Focus.
Aber in Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern meiner Generation (so ab Mitte Fünfzig) kann ich immer öfters feststellen, dass man sich schon ernsthafte Gedanken zur Vorsorge im Alter macht, entweder fürs sich selbst, um frühzeitig die eigenen Lebensumstände in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren zu regeln oder in Fürsorge älterer Familienangehöriger, um die man sich in unserer Generation kümmern will (muss).
Diese Frage stellte sich vor 50 Jahren eher weniger. Damals lebten die Menschen oft noch in Großfamilien aus drei oder vier Generationen unter einem Dach und so war es möglich die Betreuung der Kinder und der Senioren innerhalb der eigenen Familie zu regeln.
In unserer heutigen modernen Gesellschaft trennen sich meistens irgendwann die Wege der Generationen. Die Kinder „gehen aus dem Haus", gründen ihre eigene Familie und oft müssen beide Partner berufstätig sein. Die ältere Generation verbleibt im Haus. Und wenn es zunehmend beschwerlich ist, das Älterwerden zu meistern, bieten unsere „Häuslichen Hilfen", die „Wohnraum-Berater für Senioren" und mobile Pflegedienste in unserer Gemeinde eine qualifizierte Unterstützung, auch mit fortschreitendem Alter so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben.
Aber was ist, wenn die Grenze zur erträglichen Lebensqualität im Alter überschritten wird, wenn eine Tagesbetreuung notwendig wird oder ein erhöhter Pflegegrad eintritt?
So stand auch ich vor zwei Jahren vor der Herausforderung, nach dem Tod meiner Mutter, einen passenden Betreuungsplatz für meinen nun 91-jährigen Vater zu finden. Und die Nachfrage nach stationären Pflegeplätzen für Senioren steigt deutlich, das belegen vermehrte Anfragen hierzu.
Weil auch der Bedarf für unsere Gemeinde Untersiemau festgestellt wurde, sind wir seit über zwei Jahren in Kontakt mit der Firma SeniVita Social Estate aus Bayreuth, eine Seniorenwohnanlage in unserem Gemeindegebiet zu planen. Nach anfänglicher Suche, den richtigen Standort zu finden, weiterer Abstimmung des Pflegekonzeptes „Betreutes Wohnen PLUS+" auf die hiesigen Bedürfnisse und Ausarbeitung der Gebäude-Entwürfe an der Sophienstraße, können wir Ihnen nun auf den Seiten 25 und 26 in diesem Amtsblatt die geplante Seniorenwohnanlage in der derzeitigen Fassung vorstellen. Ähnliche Seniorenhäuser der SeniVita stehen bereits in Pegnitz, Pottenstein, Niederaichbach und weiteren Standorten. Letztgenanntes konnten wir mit einer Delegation aus Gemeinderat, Seniorenbeauftragter und Verwaltung im Sommer letzten Jahres besichtigen und waren von der Einrichtung in Niederaichbach überzeugt.
Überzeugen auch Sie sich in diesem Amtsblatt von unserer geplanten Seniorenwohnanlage in Untersiemau. Vielleicht bietet Ihnen dieses Projekt an der Sophienstraße eine willkommene Möglichkeit, sich auf das Leben im Alter einzustellen, entweder in Fürsorge für Ihre Angehörigen oder in Vorsorge für sich selbst.
:Bürgermeister Rolf Rosenbauer

Wohnanlage SeniVita

Wohnalage Untersiemau, geplant
Wohnalage Untersiemau, geplant Quelle: Amtsblatt -02- Gemeinde Untersiemau

Seniorenwohnanlage-Untersiemau-02-

Seniorenwohnanlage, geplant-
Seniorenwohnanlage, geplant- Quelle: Amtsblatt-02-