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Vögel länger füttern

Vögel länger füttern

Umwelt-Journal
Umwelt-Journal Repro Heinz Stammberger

Vögel-länger füttern
LANDKREIS COBURG. Wenn jetzt im März die ersten Frühlingsboten zu blühen anfangen denken viele, dass die Zeit für die Winterfütterung der Vögel zu Ende gehen kann. Tatsächlich ist der Nahrungsbedarf höher als in der Zeit von November bis Mitte Januar! Der Winter mit Schnee und Eis beginnt bei uns immer später. 2018 war ein Eichelmastjahr und viele Vogelarten kamen noch gar nicht ans Futterhaus.
Ab Februar stellen sich die Vögel aber auch hormonell intensiv auf die Brutzeit ein. Sie haben viel mehr Futterbedarf als im Ruhemodus. Zudem kommen bereits erste Rückkehrer aus Südwest- und Südeuropa an, die um die knappen Ressourcen konkurrieren. Deswegen ist ab dem Spätwinter der Futterbedarf für unsere Wintervögel deutlich erhöht.
Wer ihnen helfen will, sollte also gerade jetzt sein Futterhaus - oder besser sein Futtersilo - noch nicht einmotten, sondern bis Anfang April stehen lassen. Einige Experten empfehlen sogar, Vögel bis in den Sommer hinein zu füttern, da die Insektendichte (Jungtierfutter für Meise, Spatz, Fink, Amsel und co) heute um bis zu 80°/o geringer sei als noch vor zwei Jahrzehnten und gerade die Jungenaufzuchtzeit ein Nahrungsengpass im Jahresablauf ist. Ungleich wichtiger ist die Verbesserung, Neuschaffung und Vernetzung der natürlichen Lebensräume. Wir brauchen überall - vom Garten über die öffentlichen Parks bis in die genutzte Agrarlandschaft hinein ein mehr an „Wildnis". Es muss nicht alles immer sofort abgemäht oder abgemulcht werden.
Frank Reißenweber Arten und Biotopschutz Telefon 095 61 514-4409
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