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Igelkinder

Igelkinder

Liebe Igelfreunde,
im August- September kommen die meisten Igelkinder zur Welt. Nach 35 Tagen Tragzeit werden durchschnittlich vier bis sechs Igelsäuglinge geboren. Die Augen und Ohren sind noch zwei Wochen lang geschlossen. Ungefähr 24 Tage werden die Babys im Nest ausschließlich mit Muttermilch versorgt. Stoßen die ersten Milchzähnchen durch, werden die Jungen aktiver. Jetzt müssen sie lernen, was fressbar ist und was nicht, und zwar ohne Igelmutter. Die hat nämlich während der Jungenaufzucht einen riesigen Hunger und sucht in einem viel weiteren Umkreis nach Futter als ihr Nachwuchs. Das bedeutet: Igelmütter gehen nachts selbst auf Beutefang. Erst wenn der Morgen dämmert, trifft sich die Igelfamilie wieder im Wurfnest. Die Jungenaufzucht dauert insgesamt 6 Wochen. Im Idealfall wiegen die Jungigel dann um die 250 Gramm.
Wann brauchen Igelbabys unsere Hilfe? Manchmal wird ein Igelnest durch Gartenarbeiten zerstört. Die Igelmutter flüchtet zunächst und lässt ihren Nachwuchs zurück. Das muss noch nichts heißen. Erst wenn die Mutter auch nach zwei Sunden nicht zum Nest zurückkehrt, brauchen die Jungen unsere Hilfe. Tagaktive kleine Igelsäuglinge kriechen nur aus dem Nest, wenn die Mutter nicht da ist und sie schon längere Zeit nicht mehr gesäugt wurden. Auch dann brauchen die Tiere dringend unsere Hilfe. Was ist zu tun? Die Aufzucht verwaister Igelsäuglinge ist ein Mammutprojekt, dass je nach Alter und Anzahl der Babys sehr belastend sein kann. Für eine erfolgreiche Handaufzucht sind folgende fünf Punkte entscheidend: Wärme, Nahrung, Toiletting, Hygiene und die Dokumentation der Entwicklung
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Unterbringung Die Unterbringung sollte in einer Kiste, ausgelegt mit Handtüchern erfolgen. Als Wärmequelle eignet sich eine Wärmflasche. Das Wasser muss regelmäßig geprüft und ausgetauscht werden. Es darf nie auskühlen. Die Igelbabys werden auf die, mit einem Handtuch umwickelte Wärmequelle, gesetzt und zusätzlich zugedeckt. Die Kiste muss so geräumig sein, dass die Säuglinge von der Wärmequelle wegkrabbeln können, sollte es ihnen doch zu warm werden.
Welpenersatznahrung Für Igelsäuglinge eignet sich die Welpenersatznahrung „Esbilac“ oder „Babycat Milk“ von Royal Canin. Die Ersatzmilch wird nach Gebrauchsanweisung mit ungesüßtem Fencheltee angerührt. Gefüttert wird mit einer Einwegspritze mit einem weichen Aufsatz. In der Regel kann jede Tierarztpraxis eine solche Einwegspritze für Sie vorbereiten. Die Futtermenge sollte bei Igeln unter 100 Gramm ca. 25% des Körpergewichtes in 24 Stunden betragen. Bis zu einem Alter von 14 Tagen werden die Igelkinder Tag und Nacht gefüttert. Angefangen mit 10 Mahlzeiten in 24 Stunden. Mit zunehmendem Alter und Gewicht der Igelkinder erhöht sich die Trinkmenge, gleichzeitig werden die einzelnen Mahlzeiten langsam reduziert. So werden Igel ab ca. 100 Gramm nur noch tagsüber gefüttert. Sobald die Milchzähnchen durchstoßen, kann die Welpenersatznahrung zusätzlich mit kleinen Mengen Katzenfeuchtfutter vermischt und in einem flachen Schälchen angeboten werden.
Umstellung auf feste Nahrung ©Gehret
Toiletting und Hygiene Igelsäuglinge, die nicht selbstständig fressen, können ohne Hilfe keinen Kot absetzen. Der Igelpfleger muss also das Bäuchlein, die Geschlechtsorgane und den After massieren, bis die Tiere Kot und Urin abgeben. Solange die Igel ausschließlich Welpenersatznahrung bekommen, scheiden sie kleine grüne Kügelchen aus. Das ist normal. Hygiene ist nun ganz wichtig. Da Kot und Urin die zarte Haut der Igelbabys reizen, müssen die Jungen davon gesäubert werden. Erst danach kommen die Tiere zurück auf die Wärmflasche. Es kann nun vorkommen, dass die kleinen Igel auch zwischen den Mahlzeiten etwas Kot und Urin absetzen. Bitte reinigen Sie dann die Schlafkiste und wechseln Sie die Hand- und Küchentücher. Das Toiletting muss trotzdem stattfinden. Und zwar solange, bis die Tiere von alleine Nahrung aufnehmen. Das geschieht mit etwa 3-4 Wochen.
Dokumentation---------weitere Hinweise---------------------
Was Sie tun sollten
Schritt für Schritt Anleitung, was man im Fall eines gefundenen Igels tun muss

• Funddaten und Gewicht des Igels notieren
• Fliegeneier, Maden, Flöhe und Zecken entfernen
• Igel auf Verletzungen untersuchen
• Unterkühlte Igel wärmen: Unterkühlte Igel sind an der Bauchseite deutlich kälter als Ihre eigene Hand. Setzen Sie den Igel auf eine handwarme Wärmflasche und wickeln Sie beides in ein Handtuch ein.
• Füttern: Verfüttern Sie eine Mischung aus Katzenfutter, Igeltrockenfutter und ungewürztem Rührei. Igel sind Fleischfresser und essen kein Obst. Zum Trinken stellen Sie ein Schälchen mit Wasser bereit. Geben Sie dem Igel niemals Milch. Er bekommt davon Durchfall und kann daran sterben.
• Gehege mit Schlafhäuschen einrichten: Das Gehege muss mindestens 2 m2 groß sein und ca. 50 cm hohe Seitenwände aus Holz- oder Hartfaserplatten aufweisen. Als Schlaf haus dient ein mit Papier ausgelegter Karton.
• Suchen Sie sobald wie möglich einen Tierarzt auf

Igelhilfe im Winter

Igel im Garten
Igel im Garten In unserem naturnahen sind Igel gerne gesehen. Foto: Heinz Stammberger



Die LBV-Experten-Tipps zur Hilfe für den Igel. LBV Igel sind Wildtiere und dürfen nur unter bestimmten Bedingungen aufgenommen werden : Igel sind Wildtiere und keine Haustiere und durch das Bundesnaturschutzgesetz geschüzt. Die Aufnahme eines Igels ist nur ausnahmsweise bei verletzten oder kranken Tieren erlaubt - danach m・sen sie unverzüglich wieder freigelassen werden.
Welcher Igel braucht Ihre Hilfe?

* Verwaiste Igeljunge, die tagsüber außerhalb des Nests gefunden werden.
* Offensichtlich verletzte Igel.
* Kranke Igel, die von Parasiten oder Eiern befallen sind.

* Nach Wintereinbruch aktive oder abgemagerte Tiere.
Igel im Winter gefunden?
Wichtig ist immer die Witterung! Einen abgemagerten Igel erkennt man wie folgt:
* eingefallenen Flanken
*Dellen hinter den Ohren
* kranke Tiere torkeln tagsüber herum oder liegen apathisch auf der Seite
* die Igel rpollen sich nicht mehr ein
Welcher Igel braucht Ihre Hilfe?

* Verwaiste Igeljunge, die tagsüber außerhalb des Nests gefunden werden.
* Offensichtlich verletzte Igel.
* Kranke Igel, die von Parasiten oder Eiern befallen sind.
* Nach Wintereinbruch aktive oder abgemagerte Tiere.
* die Igel rollen sich nicht mehr ein.

Auch nach Wintereinbruch herumlaufende Igel sind meist tagsüber unterwegs. Es handelt sich dann meistens um , oft sind es aber auch , eventuell auch krank sind und sich wegen des geringen Nahrungsangebots im Spätherbst kein den Winterschlaf ausreichendes Fettpolster anfressen konnten. Aber sollte es bei milder Witterung im November und Dezember dem Igel noch nicht gelungen sein ein Winternest zu finden und sich den nötigen Fettvorrat anzufressen, genügt das Angebot von Unterschlupfmöglichkeiten im Garten und eine Zufütterung. Das Nest sollte trocken und ausreichend isoliert (kein komplettes Druchfrieren) sein.Ein Entnehmen der Igel aus der Natur bei noch milder Witterung ist nicht nötig. sind ausreichend. Wichtig ist vor allem, dass im Winter keine schon länger bestehenden Laub-, Reisig- oder Holzhaufen verbrannt oder zerstört werden, denn auch da können sich Igel befinden. So werden sie in ihrem Winterschlaf gestört oder schlimmer noch, getötet.

Aber sollte es bei milder Witterung im November und Dezember dem Igel noch nicht gelungen sein ein Winternest zu finden und sich den nötigen Fettvorrat anzufressen, genügt das Angebot von Unterschlupfmöglichkeiten im Garten und eine Zufütterung. Das Nest sollte trocken und ausreichend isoliert (kein komplettes Druchfrieren) sein.

Quelle _---------------LBV-------------------

Igel im Winter

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