Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz
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BUND-Coburg-JHV 2019

JHV 2019-Kreisgruppe Coburg

BUND- Gartentag 2018
BUND- Gartentag 2018 Foto: Heinz Stammberger

Jahreshauptversammlung BUND Naturschutz in Bayern Kreisgruppe Coburg 2019
Dörfles-Esbach
Ein sehr umfangreiches Programm
an Themen des Naturschutzes wurde auf der Jahresversammlung des BUND Naturschutz Kreisgruppe Coburg behandelt. An erster Stelle war das Volksbegehren Artenvielfalt, besser bekannt als „ Rettet die Bienen“. Aber auch die Ergebnisse der Amphibiensammlung in der Stadt und im Landkreis Coburg weisen Erfolge aus. Insgesamt wurden 11 641 Kröten, 138 Frösche und 1 180 Molche von den 80 Helfern und Helferinnen in Sicherheit gebracht, führte Vorsitzender Stefan Beyer aus. In seinen weiteren Ausführungen ging er auf die wichtigsten Veranstaltungen ein. So wurde in den Wäldern rund um Coburg von den fünf ehrenamtlichen Helfern des Monitoring „ Wildkatzen“ an zwei Standorten das Vorkommen dieser streng geschützten Katzenart nachgewiesen. Das vielfältige reich strukturierte Gebiet am „ Grünen Band“ bei Autenhausen mit seinen extensiv bewirtschafteten Grünflächen war ein weiterer Informationstag im Programm. Tobias Mehling zeigte, das vielfältige Bienenarten in den Muggenbacher Tongruben heimisch sind. In der „Roten Grube“ werden in diesem Jahr erstmalig Schafe und Ziegen die Pflege der Grünflächen übernehmen. Mit Förster Bernd Lauterbach fand eine Führung im Revier Hassenberg der Bayerischen Staatsforsten statt. Die Vielfalt der Baumarten, und besonEsskastanien, Wilder Garten, Wilden Garten, ders der Esskastanie war ein Höhepunkt des vergangenen Jahres. Die Fotoausstellung „ Coburgs bemerkenswerte Bäume“ im Naturkundemuseum Coburg war ein weiterer Anziehungspunkt , betonte Heike Heß. Auf über 100 Fotos wurde die Wertschätzung für alte Bäume und deren Erhaltung hingewiesen. Eine Führung im naturnahen Garten mit vielen seltenen Pflanzen, Blumen oder auch den Haustieren, den Enten, bei Sabine Krämer, zog wieder viele Garten- und Naturfreunde nach Blumenrod. Die BN KITS , mit ihren Betreuerinnen Heike Heß, Julia Hoherz und Cornelia Brand trafen sich wieder monatlich. Gestartet wurde mit „ Winter im Hofgarten“ , Bau von Eichhörnchenfutterboxen, Imkerin Ute Wiegand- Nehab erläuterte das Leben in einem Bienenstock und die Kinder durften selbst Honig schleudern. Viele Veranstaltungen fanden im „Wilden Garten“ in Rödental statt. Hier wurde mit dem Bau einer Terassenüberdachung begonnen, damit auch bei Regen die Kinder sich treffen können. Carina Grubert wird in diesem Jahr eine neue Gruppe mit Eltern und Kindern bis zum 6 Lebensjahre gründen. Diese Gruppe trifft sich im zweiwöchigen Rhythmus, jeweils Freitags im „Wilden Garten“ zum Austausch von Naturerlebnissen- und Erfahrungen. Auf ein reichhaltiges Veranstaltungsjahr blicke Peter Schumann von der JBN Jugendgruppe Untersiemau zurück. Höhepunkt war die 25 Jahrfeier der Gruppe, wo selbst Richard Mergner vom Landesverband Bayern und dessen Vorgänger Hubert Weiger erschienen waren. Hochdruckverfahren, wie zu Zeiten Gutenbergs,
konnten Jugendliche und Gäste vom Kunsterzieher Robert Reiter und vom Dichter Ingo Cesaro erlernen. Die Pflege des vereinseigenen Grundstückes „ Pfaffenleite“ ein Bastelnachmittag, Zeltlager, aber auch Teilnahme an einer Demo in Berlin „ Wir haben es satt „ waren nur einige Veranstaltungen der Siemauer Jugendgruppe. Vorsitzender Willi Stadelmann konnte besonders BN Agrarreferentin Marion Ruppaner, begrüßen. In ihrem interessanten, lehrreichen Vortrag ging sie besonders auf den „Naturschutz für Landwirtschaft, Kommunen, Kleingärtner und Gartenliebhaber“ ein. Blühpatenschaften seinen keine Alternative zum neuen Naturschutzgesetz. Durch das Volksbegehren „ Rettet die Bienen“ tauchen bayernweit Angebote von Landwirten zu Blühpatenschaften auf. Die Landwirte hätten die großen Defizite offensichtlich erkannt. Die zur Patenschaft angebotenen Blühflächen könnten lediglich als begleitende und unterstützende Maßnahmen gewertet werden. Wissenschaftliche Studien belegten, dass in Bayern immer mehr Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden seien. Seit 1980 sind in Europa 300 Millionen Feldvögel verschwunden. In Bayern rund 50 Prozent der Feldvögel. Auf der Roten Lise sind die Hälfte der Tierarten bedroht, darunter70 % der Reptilien, 63 % der Amphibien , 61 % der Heuschrecken, 60 % der Tagfalter und 43 % der Pflanzenarten.Das viel diskutierte Herbizid Glyphosat galt bisher als ungiftig für Tiere. Nun gebe es Hinweise darauf, dass Glyphosat indirekt Bienen schädigt. Gartenbesitzer und Verbraucher könnten helfen , dass Insekten, Bienen und Hummeln noch eine Überlebenschance haben. Kleingärten könnten Beerensträucher wie Blutjohannisbeeren schwarze Johannisbeeren, oder auch nur einen naturnahen Garten anlegen. Auch die Verwendung von BIO- Produkten, weniger Fleischkonsum und Bevorzugung unverpackter oder umweltschonend verpackter Lebensmittel sollte bevorzugt werden. Kommunen sollten bei Neuverpachtungen von Gemeindeflächen Bio- oder extensiv wirtschaftende Betrieb bevorzugen. Die Anlage von Streuobstwiesen und Hecken fördern, Naturräume schaffen und die Pflege der gemeindlichen Flächen extensivieren.

Heinz Stammberger

BUND Coburg-JHV 2019

BUND -Coburg-Kreisvorstandschaft-2019

Die Vorstandschaft / BUND Kreisverband Coburg
Die Vorstandschaft / BUND Kreisverband Coburg Repro: Heinz Stammberger

Kreisgruppe Coburg

Vorsitzender : Stefan Beyer; Vorsitzender Wilhelm Stadelmann ; Delegierter: SiegfriedWiedenmann; Schriftfüherin / Waldpädagogin: Heike Hess; Schatzmeisterin : Beate Kaiser; Beisitzer: Tobias Mehling; Beisitzerin: Gabriela Künzler; Beisitzerin: Karin Ritz; Ersatzdelegierter: Egon Helder; Geschäftsstelle: Dorothea Weiß; Ortsgruppe Untersiemau: Peter Schumann; Ivonne Peschek; Dana Peschek.
Geschäftsstelle : Bund Naturschutz Coburg, Mühlgasse 3, 96450 Coburg; EMail: coburg@bund-naturschutz.de ; Internet: www.coburg.bund-naturschutz.dehttp://www.coburg.bund-naturschutz.de