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Podiumsdiskussion zum Flächenfraß

Bunte Blumen oder Beton

Liebe Naturfreunde
VERANSTALTUNGSHINWEIS
Donnerstag 27. September, 19:30 Uhr
“BUNTE BLUMEN oder BETON?“
Coburger Podiumsdiskussion zum Flächenfraß
Warum wird in Weidach ein neuer Discounter am Rande des Ortes gebaut, während die alten Fabrikhallen in Weitramsdorf nach wie vor verwaist stehen bleiben? Warum werden in vielen Gemeinden im Landkreis neue Baugebiete ausgewiesen, während im Dorfkern Häuser leer stehen? Jeden Tag verschwindet in Bayern 13 Hektar Natur unwiederbringlich unter einer Schicht Beton. Das ist so viel wie die Hälfte des Coburger Hofgartens. Muss das sein? Welche Folgen und welche Lösungen gibt es? Das Coburger Aktionsbündnis gegen die Betonflut fordert eine tägliche Begrenzung auf immerhin fünf Hektar und lädt Sie ganz herzlich zur Podiumsdiskussion „Bunte Blumen oder Beton?“ am Donnerstag, 27. September, im Münchner Hofbräu, Großer Saal, Kleine Johannisgasse 8, Coburg ein. Zur Einführung wird ab 19:30 Uhr ein Film des Bayerischen Rundfunks gezeigt. Anschließend debattieren kontrovers Manfred Miosga, Professor für Stadt- und Regionalentwicklung an der Uni Bayreuth, Frank Rebhan, Oberbürgermeister von Neustadt bei Coburg und Bezirksvorsitzender des Bayerischen Städtetags, Tom Konopka vom Bund Naturschutz sowie Tobias Ehrlicher, Bürgermeister in Bad Rodach und Vertreter des bayerischen Gemeindetages. Diskutieren Sie mit! Der Eintritt ist frei.
Ihr Coburger Aktionsbündnis gegen die Betonflut (B‘90/Die Grünen KV Coburg-Stadt und Coburg-Land, Grüne Jugend Coburg, LBV Coburg, BUND Naturschutz Coburg, ADFC Coburg, ÖDP Coburg, VCD Coburg, Thüringer Waldverein sowie die Initiative „Wirtschaft neu denken“)
Was? „Bunte Blumen oder Beton?“ Coburger Podiumsdiskussion zum Flächenfraß
Wann? Donnerstag, 27. September, 19 Uhr
Wo? Münchner Hofbräuhaus in der Innenstadt, Kleine Johannisgasse 8 in Coburg Der Eintritt ist frei.
Die Diskussionsteilnehmer sind der Meinung:
Manfred Miosga, Professor für Stadt- und Regionalentwicklung an der Uni Bayreuth, ist beim Flächenverbrauch für eine klare Begrenzung, plädiert jedoch für einen schrittweisen, sanften Übergang und dass bei Städteplanungen vorab Innenentwicklungspotenziale gecheckt werden müssen. „Viele Verantwortliche sind überrascht, wieviele Entwicklungsmöglichkeiten es in ihrem Ortskern gibt. Man muss oft nicht auf der grünen Wiese neu bauen.“
Frank Rebhan, Oberbürgermeister von Neustadt bei Coburg und Bezirksvorsitzende des Bayerischen Städtetags der Meinung, dass die kommunale Selbstverwaltung ein hoher Wert ist und nicht weiter ausgehöhlt werden darf.
Tom Konopka vom Bund Naturschutz ist beim Flächenverbrauch der Meinung, dass die freiwillige Selbstbeschränkung der Gemeinden nichts nützt, weil die Gemeinden in Konkurrenz miteinander stehen, und deswegen nur Gesetze die Betonflut eindämmen können. Jeden Tag wird irgendwo in Bayern ein großes Stück Natur gnadenlos zerstört. Der Lebensraum für die Pflanzen und Tiere wird immer kleiner, viele Arten sterben bald unwiederbringlich aus, die grünen Flächen in Bayern werden immer weniger, während häufig ungenutzte Betonwüsten entstehen: Ungenutzte Einkaufshallen stehen leer, Gewerbegebiete versinken in Vergessenheit. Warum man hier die Natur zerstören musste, weiß dann niemand mehr so genau – aber wieder belebt wird die Betonwüste auch nicht. Lieber an einem anderen Ort wieder grüne Natur zerstören und neu bauen. Auch die Regelung der Ausgleichsflächen ist eine Frechheit: Bis sich auf den neu angelegten Ausgleichsflächen ein ökologisches Gleichgewicht aufbauen würde, dauert es fast 50 Jahre. Wenn wir Beton grün anstreichen, dann ist es trotzdem noch nicht Natur.
Tobias Ehrlicher, Bürgermeister in Bad Rodach und Vertreter des bayerischen Gemeindetages, ist beim Flächenverbrauch der Meinung: "Wir Kommunen müssen uns genau im Klaren sein, welche Entwicklung für uns sinnvoll ist. Natur, Lebensqualität und auch wirtschaftliches Handeln müssen in Einklang gebracht werden. Innen- vor Außenentwicklung ist das Ziel. Jedes unbebaute Grundstück im Ortskern produziert einen Neubau am Ortsrand." mit naturverbundenen Grüßen Dorothea Weiß BUND NATURSCHUTZ KREISGRUPPE COBURG