Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz

Landesgartenschau Bamberg 2012

Bamberg 2012-Grundlagen

Landesgartenschau Bamberg
Landesgartenschau Bamberg Ein zukunftsweisendes Konzept mit einer faszinierenden Planungsidee - der Verbindung von Hain und ERBA . Hereinspaziert. Foto: Heinz Stammberger

Dem klassischen Bild der europäischen Stadt sind Grenzen gesetzt –
topographische, wirtschaftliche, gebietsrechtliche, finanzielle, demographische
oder politische. Dabei geht es um das Phänomen von Wachstum wie
Schrumpfung zugleich.

Wirtschaftlich und gesellschaftlich prosperierende Städte in Wachstumsregionen
– historisch gewachsen und topographisch begrenzt – stellen sich der Aufgabe
einer Innenentwicklung mit unterschiedlichen Herangehensweisen.
Die Entscheidung zu Konversionen ehemals industriell oder militärisch genutzter
Flächen bedeutet, die Zukunftsfähigkeit einer Stadt aktiv zu gestalten und
gemeinsame gesellschaftliche Ziele verantwortungsvoll für die kommenden
Generationen umzusetzen – oder zumindest die Chance darauf.
Im Jahr 2001 hat sich die seit 1999 erblühte Idee einer Stadtentwicklung auf der
ERBA-Brache konkretisiert. Ein Konzept für ein neues Stadt-Quartier und mehr
Grün in der Stadt ist entstanden und mit dem Focus auf Fördermöglichkeiten aus
dem Umweltministerium hat die Stadt Bamberg sich um die Ausrichtung der
Landesgartenschau 2012 beworben.
Ein zukunftsweisendes Konzept mit einer faszinierenden Planungsidee - der
Verbindung von Hain und ERBA entlang der Wasser- und Lebensadern der Stadt
- war Voraussetzung für die geglückte Bewerbung und den Zuschlag des
Freistaates Bayern an die Stadt Bamberg im Jahr 2002. Dabei war die Stadt zu
dieser Zeit noch nicht mal Eigentümer der betroffenen Flächen. Dies gelang erst
vier Jahre später mit dem Auftreten irischer Investoren als neue Eigentümer der
seit 1992 insolvent gegangenen ERBA-Baumwollspinnerei – von der Vision zur
Wirklichkeit.
Zusammen mit den neuen Eigentümern konnte ein Flächenerwerb durch die
Stadt Bamberg zeitnah durchgeführt und ein gemeinsames Zielkonzept für die
Planung entwickelt werden. Planungssicherheit – das Zauberwort für einen
transparenten und vertrauensvollen Umgang von gleichwertigen Partnern. Ein
Planungswettbewerb für die eigentliche Gartenschaufläche 2006 brachte die
Zielformulierung für die weiteren Umsetzungs- und Finanzierungsschritte auf den
Weg. Die notwendige Überführung der Ideen in Bebauungspläne folgte.

Bamberg 2012-2-

Bamberg, Landesgartenschau 2012
Bamberg, Landesgartenschau 2012 Landesgartenschau in Bamberg 2012. Foto: Heinz Stammberger

Dabei spielte der stringente, zielorientierte und effiziente Einsatz des
Stadtplanungsamtes und seiner Mitarbeiter zusammen mit der
Liegenschaftsverwaltung die Schlüsselrolle bei der „Grundsteinlegung“ und
Entwicklung der Konversion. Ein geglücktes Beispiel einer vertrauensvollen
Zusammenarbeit kompetenter Partner innerhalb einer Stadtverwaltung.
Initialzündungen und richtige Weichenstellungen ermöglichen die Entstehung
prozesshafter Entwicklungen – der berühmte Stein kommt ins Rollen. Folgende
Gedankenzyklen von kreativen Köpfen können diesen Raum positiv nutzen –
jenseits von engen Korsetten revisorenhaft handelnder Funktionsträger. Die Idee
der Universität auf der ERBA-Insel wurde so geboren und in einer
beeindruckenden Geschwindigkeit umgesetzt – ein Erfolg der Planungssicherheit.
Die Idee der Umnutzung leerstehender denkmalgeschützter Gebäudeteile der
ehemaligen Baumwollfabrik zu Studentenwohnungen war die konsequente
Weiterentwicklung bestehender kreativer und wirtschaftlich erfolgreicher
Lösungen zur Entwicklung des neuen Stadt-Quartiers. Identität und Geschichte
blieben so bewahrt.
Die Entwicklung zeitlich parallel laufender Planungsabläufe, die Entscheidung
zum vorzeitigen Bau einer Infrastruktur als unabdingbare Voraussetzung für
folgende Investitionsentscheidungen Dritter – dazu gehört auch der
Landschaftspark ERBA - erfordert Mut und Durchhaltevermögen für alle
Entscheidungsträger – zum Wohle der Gemeinschaft und zur Sicherstellung einer
geglückten wirtschaftlichen Investition in die Zukunft einer Stadt – messbar nicht
unbedingt in Haushaltsplänen einer Legislaturperiode.
Heute ist eine Parklandschaft erster Blüte entstanden – der ERBA-Park.
Treffpunkt einer immer bunter werdenden Gesellschaft, sportlich wie kindgerecht
ein Highlight in der Stadt Bamberg und immer dabei im Focus der historische
Hintergrund der ehemaligen Baumwollspinnerei als Identität und Merkzeichen
einer sich wandelnden Stadt – mit der gebotenen Rücksicht auf die vorhandenen
Nutzer.
Der Fischpass in seiner natürlich anmutenden Form bildet unter der Matrix der
Landschaftsplaner – dem roten Faden – das Rückgrat der ERBA-Insel. Vernetzt
Landesgartenschau Bamberg 2012 - Eröffnungspressekonferenz 12
und Verbunden über attraktive Wege und Brückenbauten ist nunmehr die
Verknüpfung mit der Innenstadt gelungen – faszinierende Sichtbeziehungen in
die historische Bergstadt inklusive.
Nach dem Ende der Veranstaltungen der Landesgartenschau – 165 Tage buntes
Programm – verbleiben qualitätvolle und zukunftsweisende Einrichtungen und
eine funktionierende Infrastruktur dauerhaft vor Ort – das Ziel des
Investitionsprogramms der Stadt Bamberg und seiner Fördergeber auf der ERBA.
Anschließend werden weitere qualitätvolle Wohnungsbauten zahlreicher
Investoren das Angebot hochwertiger Wohnungen für Bamberg nach und nach
vervollständigen – 15 Jahre nach dem Startschuss erhält Bamberg ein neues
Stadt-Quartier.
Ansporn und Mut für die anstehenden neuen Aufgaben, Vertrauen in die eigene
Kompetenz und Zuversicht hinsichtlich der Rahmenbedingungen können aus
dieser Konversion der ehemaligen Baumwollspinnerei ERBA gewonnen werden.
Die Zielsetzungen müssen immer wieder neu definiert, die Schwerpunkte
individuell gesetzt und die Bürgerinnen und Bürger immer wieder frisch
eingebunden werden – gesellschaftlicher Konsens und ausgewogene städtische
Lebensbedingungen für Alle sollten dabei den Rahmen der Überlegungen bilden.
Wir wünschen allen Besucherinnen und Besuchern der Landesgartenschau
Bamberg ein spannendes, kurzweiliges und einzigartiges Halbjahr in ihrem neuen
Stadtpark „ERBA

Fischpass

Bamberg 2012- Im Fischpass eine Wasserspielanlage.
Bamberg 2012- Im Fischpass eine Wasserspielanlage.

HIGHLIGHTS AUF DEM HAUPTGELÄNDE
Fischpass
Eine der Hauptattraktionen auf dem ERBA-Gelände ist bereits fertig gestellt: Der
sanft geschwungene Fischpass. Er dient als grüne Pufferzone zu dem
entstehenden Wohngebiet und dem Universitätscampus. Die topographischen
Begebenheiten machen ihn zu einem einzigartigen Renaturierungsprojekt in
Bayern.
Der Fischpass hat ein Gefälle von vier Metern auf einer Gesamtlänge von 1,2
Kilometern zu überwinden. Das ökologische Ziel des Fischpasses besteht darin,
die Regnitz für Fische, überwiegend Barbe, Nase, Aitel und andere
Wasserlebewesen, wieder passierbar zu machen – ihr natürlicher Weg war
bislang wegen eines Wehrs nicht durchlässig.
Abgesehen von seiner ökologischen Funktion stärkt der Fischpass im ERBA-Park
das Potential Bambergs als „Stadt am Wasser“. Die Wege entlang des
Fischpasses sind vielseitig und naturnah gestaltet. Flachwasserbereiche und
wassernahe Spielplätze wechseln sich künftig ab. Sandmagerrasen, Sträucher
und Solitärgehölzer wie Weiden, Erle, Esche, Traubenkirsche und Schneeball
zieren den Uferbereich. Überquert werden kann der Fischpass mittels
Trittsteinen, Furten oder Brücken. Somit wird er von beiden Uferseiten als
Naturraum erlebbar.
Bauherr dieser Maßnahme ist der Freistaat Bayern, der durch das
Wasserwirtschaftsamt in Kronach vertreten wird. Die Ausführung dieser
Maßnahme erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem
Landschaftsarchitekturbüro Brugger aus Aichach, dem Gewinner des
Wettbewerbs zur Landesgartenschau 2012. Durch diese Zusammenarbeit wurde
der Fischpass sowohl landschaftsplanerischen als auch technischen Ansprüchen
gerecht. Die Kosten des Fischpasses belaufen sich auf zwei Millionen Euro.

Pyramidenwiese

Blick zur Pyramidenwiese.
Blick zur Pyramidenwiese. Foto: Heinz Stammberger

Pyramidenwiese
Mitten in der Landschaft präsentiert sich dem Betrachter eine weite grüne Ebene:
die Pyramidenwiese. Es sind drei Stück an der Zahl, die den Besuchern einen
ganz außergewöhnlichen Blickwinkel auf die Parkanlage einerseits und die
historischen Gebäude der ERBA oder die Silhouette von Kloster St. Michael
beziehungsweise den Dom andererseits freigeben. „Auf der Pyramidenwiese
vereinen sich Plastizität und Gestaltungsprinzip“, erklärt Landschaftsarchitekt
Landesgartenschau Bamberg 2012 - Eröffnungspressekonferenz 16
Hans Brugger diese Idee. Er hat die Grundformen der Pyramiden in das
Matrixgeflecht, das seiner gesamten Planung zugrunde liegt, übersetzt und ihnen
eine dritte Dimension gegeben.
Sie haben unterschiedliche Höhen zwischen drei und fünf Metern und laden ab
dem Frühjahr 2012 Besucher ein, den wunderbaren Blick auf den Fischpass zu
genießen oder das bunte Treiben während der Gartenschau von oben zu
betrachten.
Die pyramidenförmigen Grasflächen sind zentrales Gestaltungselement für die
neu entstehende moderne Parkanlage auf der ERBA. Sie steht dem Bürgerpark
Hain, der gegenüber.
Die Pyramidenwiese ist aber nicht nur eine Landmarke der Parkanlage, sie ist
auch von ökologischem Nutzen: Zum einen werden die Erdabtragungen der
Fischtreppe wieder in die Landschaftsgestaltung integriert, zum anderen deckeln
die Pyramiden zahlreiche Altlasten des Geländes ab. Dafür wurde zur Sicherung
des belasteten Materials ein Planum errichtet, das ein Durchsickern von
Regenwasser unmöglich macht und somit die Gefahr, dass belastete Stoffe ins
Grundwasser sickern, verhindert. Über das Planum wurde eine 150 cm dicke
Rekultivierungsschicht gelegt, die aus einer dicht gelagerten Steinschicht, einer
Sand- und Lehmschicht sowie aus humosem Material besteht. Insgesamt wurden
15.000 Kubikmeter Erdbaumaterialen für die Abdeckelung der Altlasten benötigt.

Spielplatzgestaltung

Spielplatzgestaltung
Für die Spielplatzgestaltung konnte die Landesgartenschau Bamberg 2012 GmbH
den bekannten Bamberger Schriftsteller Paul Maar gewinnen. Seine weltbekannte
Kinderbuchfigur „Sams“ treibt auf dem Gartenschaugelände ihr Unwesen –
genauer gesagt erzählen die fünf Spielplätze auf der ERBA die Geschichte vom
Sams.
Hier ist für jede Altersgruppe etwas dabei: Ein Kleinkinderspielplatz in der Nähe
der Inselspitze, eine große Kletterlandschaft im Birkenhain für die etwas älteren
Kinder, ein Wasserspielplatz mit Balancierseil über den Fischpass und Seilfähren
am Altarm für alle oder eine Tampenschaukel auf dem Spielplatz in der
Sandschlucht, auf der die Großen die Kleinen einfach in die Mitte nehmen
können.
Landesgartenschau Bamberg 2012 - Eröffnungspressekonferenz 17
Der Spielplatz im Birkenhain erzählt, wie das Sams auf dem verlassenen
Fabrikgelände der ERBA unterwegs ist und jede Menge Stoffballen und Garnrollen
findet. Und es wäre natürlich nicht das Sams, wenn es nicht wüsste, wie man mit
diesen Garnrollen und Stoffballen jede Menge schönen Unsinn anstellen könnte.
Mit Garn umwickelt es Stämme und spinnt ein großes Kletternetz, auf dem die
Kinder prima klettern und

spielen können. Hoch her geht es im Kletterhaus: Es
besteht aus mehreren Ebenen, die die Kids durch Aufstiegnetze und einen
Netztunnel im Inneren erklimmen können. Von ganz oben haben sie einen tollen
Blick über das gesamte Landesgartenschaugelände und wenn die Jungs und
Mädels wieder runter möchten, können sie entweder runter klettern oder ganz
schnell durch die Röhrenrutsche sausen! Wer dann müde ist, legt sich am besten
in das große Liegenetz und überlegt sich einen geheimen Wunsch – und vielleicht
macht ein Wunschpunkt den dann auch wahr…!
„Wasser Marsch!“ heißt es auf dem Wasserspielplatz am Fischpass. Dieser
Spielplatz ist bestimmt ein Highlight für alle jene, die gerne im kühlen Nass
spielen. Und wenn die Hosen mal patsch-nass sind, können die Kinder diese auf
der blauen Wunschpunkte-Lümmelbank bestens trocknen.
Mit einer Fähre zu Wasser gehen, das können die Kinder auf dem Spielplatz am
Altarm. Da kann man auch wunderbare Wettrennen veranstalten: „Wer ist am
schnellsten?“
Ruhig und beschaulich geht es auf dem Kleinkinder-Spielplatz innerhalb der
Kleingartenanlage Schwarze Brücke zu: Hier können sich die jüngsten
Gartenschaubesucher an eine Geschichtenwand kuscheln und den fröhlichen
Geschichten des Sams zuhören.
Mitwirkende bei der Umsetzung der Sams-Geschichte auf den Spielplätzen sind
die Bamberger Künstler Tanja Potrykus und Thomas Gröhling, die schon eine
Vielzahl von Spielplätzen bundesweit gestaltet haben.

PROJEKTE IM STADTGEBIET

Bamberg, Rosengarten
Bamberg, Rosengarten Bamberger Rosengarten. Foto: Heinz Stammberger

PROJEKTE IM STADTGEBIET
Weingarten
Die Bamberger Tradition der Häcker und des Weinbaus wiederbeleben – das ist
das erklärte Ziel für die Wiederbelebung des Weinanbaus am Kloster St. Michael.
Auf einer Fläche von 8.600 Quadratmetern wurden im Mai vergangenen Jahres
rund 4.000 fränkische Silvaner Reben gepflanzt. Winzer Martin Bauerschmitt aus
Zeil betreibt seither den ökologischen Weinbau auf der Klosterlandschaft. Der
Jungfernwein wurde im Herbst 2011 gelesen. Bereichert wurde der Weinberg mit
dem Anbau von Weinbergspfirsichen und Rosen – eine Stiftung zahlreicher
engagierter Bamberger Bürgerinnen und Bürger.
Gärtnerstadt
Neben der Bamberger Tradition der Häcker und des Weinbaus wird im Zuge der
Landesgartenschau auch die Gärtnerstadt wieder verstärkt in den Fokus gestellt.
Sie bietet große Grünflächen, blühende Wirtschaftshöfe, zahlreiche Denkmäler
und eines der wohl interessantesten Gärtnermuseen in Deutschland. Das
traditionsreiche Gebiet hat maßgeblichen Anteil am UNESCO-Welterbestatus der
Stadt Bamberg und ist dennoch vielen Bambergern und den meisten Besuchern
unbekannt.
Ein neues Konzept und frische Impulse haben der Gärtnerstadt seit dem Frühjahr
2009 einen Neustart ermöglicht. Gemeinsam mit Anwohnern und Eigentümern
des Gärtnerviertels wurde ein Konzept erarbeitet, das den urbanen Gartenbau in
Bamberg stärkt. Aus Nachwuchsmangel und wegen wirtschaftlicher Probleme
hatten in den vergangenen Jahren bereits viele Gärtnerbetriebe aufgegeben.
Dem wollte man Einhalt gebieten und den Gärtnern eine nachhaltige
Zukunftsperspektive geben. Im Mittelpunkt steht dabei die Direktvermarktung,


die massiv beworben und mittels Gärtnermärkten und Gärtnerfesten wieder
etabliert wird. Das Gärtner- und Häckermuseum – ein Kleinod inmitten der
Gärtnerstadt – wurde zur Landesgartenschau neu gestaltet.
Dieses gibt einen ganz außergewöhnlichen Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt
der Bamberger Gärtner und Häcker. Das Museum selbst ist schon ein
beeindruckendes Exponat: Ein typisches Gärtnerhaus aus dem 19. Jahrhundert.
Um das Gärtnerviertel insgesamt auch touristisch zu erschließen, wurde ein
Rundweg konzipiert, der jede Menge Information rund um die Gärtner- und
Häckertradition Bambergs liefert.
Landesgartenschau Bamberg 2012 - Eröffnungspressekonferenz 19
Uferwege
Eine verbesserte Vernetzung zwischen Nord- und Südspitze der Inselstadt zur
Steigerung der innerstädtischen Attraktivität war ein wesentliches Argument bei
der Vergabe der Landesgartenschau 2012. Die Naherholungsgebiete Hain und
ERBA-Park wurden harmonisch miteinander verknüpft, was nicht nur eine
Aufwertung der Stadtstruktur darstellt, sondern ganz nebenbei das Welterbe aus
völlig neuen Perspektiven zeigt. Die Uferwege zwischen Markus- und
Friedensbrücke stellen einen wesentlichen Bestandteil des übergeordneten
Konzepts der Wegeverbindungen an den Ufern der Bamberger Inselstadt dar.
Der Uferweg ist etwa 200 Meter lang und befindet sich auf der Sonnenseite der
Regnitz. Insbesondere im Bereich des Schiffbauplatzes birgt der Weg einzigartige
Blickbeziehungen zum Bamberger Dom und der ehemaligen Benediktinerabtei St.
Michael mit dem barocken Terrassengarten.
Der Weg am Alten Kanal, der so genannte Treidelpfad, der an der Rückseite von
Schloss Geyerswörth vorbeiführt, ist nun bis zur Schleuse 100 in Richtung Hain
durchgängig.
Der Uferbewuchs wurde an einzelnen Stellen zugunsten des historischen
Uferpflasters zurückgenommen. Diese Stellen ermöglichen einen freien Blick auf
die historischen Gebäude und bilden interessante Sichtachsen. Fußgänger
können zukünftig dann von der Stadt auf dem direktesten, und womöglich auch
schönsten Weg, in den Hain gelangen

Zuckertütengarten

Bamber 2012
Bamber 2012 Zuckertüten-Garten. Foto: Heinz Stammberger

ZUCKERTÜTEN GARTEN
Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Schultag? Die Schultüte war an diesem
Tag doch eigentlich das Allerbeste überhaupt! Das war schon immer so – und ist
es auch heute noch. Jeder zweite ABC-Schütze in Deutschland geht alljährlich
mit einer Schultüte aus Bamberg erstmals in die Schule. Bereits seit 1907
werden bei der Firma Goldbuch Georg Brückner GmbH die „Zuckertüten“, wie sie
früher genannt wurden, produziert. Die Zuckertüten, die Sie in diesem Garten
sehen, haben sieben Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen im Rahmen
eines Wettbewerbs zwischen sieben Bamberger Grundschulen (Gangolfschule,
Grundschule Am Heigelsteig, Kaulbergschule, Hugo-von-Trimberg-Schule,
Martinschule, Hainschule, Domschule) gestaltet.
Planung:
plancontext GmbH Landschaftsarchitektur
Greifenhagener Straße 39
10437 Berlin
www.plancontext.de

Rosengarten

Bamberg
Bamberg Bamberger Rosengarten. Foto: Heinz Stammberger

ROSEN GARTEN
„I never promised you a rose garden“ sang 1964 Lynn Anderson und stürmte mit
dem Country-Song, der mit vielen Lebensweisheiten nicht hinterm Berg hält,
weltweit die Charts.
Und so zeichnen hier in diesem Rosen Garten die Rosen wichtige
Lebensabschnitte nach. Ein Traum in Weiß ist das Rosenbeet „Unschuld“. Die
„Liebe“ dagegen symbolisieren rote Edel- und Kletterrosen. Konflikte werden im
Beet „Rosenkrieg“ in einer rot-orangenen Pflanzung kombiniert mit dornigen
Gehölzen. Alles auf Harmonie steht hingegen im Beet „Nostalgie“: Alte
Rosensorten zusammen mit herrlichen Duftstauden! Ein Garten zum Träumen
und gleichzeitig die Reminiszenz an eine der Bamberger Sehenswürdigkeiten:
Der Rosengarten in der Residenz!
Planung:
plancontext GmbH Landschaftsarchitektur
Greifenhagener Straße 39
10437 Berlin
www.plancontext.de
Unterstützt durch:
Humuswerk Main-Spessart GmbH & Co. KG / ARGE Unterfränkische Erden
Weißensteinstr. 32
97737 Gemünden
www.HUMUSWERK.de
Würzburger Kompostierungs-GmbH
Erdenmarkt-Kompostwerk Würzburg / ARGE Unterfränkische Erden
Kitzinger Str. 60
97076 Würzburg
www.wuerzburger-kompost.de

Erba Turm

Bamberg 2012-
Bamberg 2012- Landesgartenschau in Bamberg, Foto: Heinz Stammberger

ERBA-TURM, BATTEURHALLE
Nach Abbruch der früheren ERBA-Werkshallen ist inmitten des
Gartenschaugeländes eine große Freifläche rund um den ERBA-Turm, dem
ehemaligen Wasserturm, und der Batteurhalle entstanden. Zur
Landesgartenschau pulsiert auf dieser Fläche sprichwörtlich das Leben:
Veranstaltungen auf der bayernhafen Bühne finden hier ebenso statt wie der
große Gärtnermarkt oder das umtriebige Leben in der Hauptgastronomie.
In der Batteurhalle wurden zu Zeiten der Baumwollspinnerei die angelieferten
Baumwollkapseln aufgeschlagen und anschließend in die Spinnerei zur weiteren
Verarbeitung gebracht. Während der Landesgartenschau findet hier eine
spannende Ausstellung zur ERBA-Geschichte statt. Beide Gebäude, ERBA-Turm
und Batteurhalle, gelten als erhaltenswerte Industriedenkmale.
Ausstellungspartner:
Bürgerverein Gaustadt e.V.
Schorkstr. 2
96049 Bamberg
www.buergerverein-gaustadt.de
Universität Bamberg
Kapuzinerstraße 16
96045 Bamberg
www.uni-bamberg.de

Apotheker Garten

Apothekerpflanzen
Apothekerpflanzen Landesgartenschau in Bamberg 2012. Foto: Heinz Stammberger

APOTHEKER GARTEN
Heilpflanzen treffen auf Himmelsgarten
An der Decke der Klosterkirche von St. Michael befindet sich der sogenannte
„Himmelsgarten“ aus dem 17. Jahrhundert: Das Deckengemälde zeigt fast 600
verschiedene Pflanzen, darunter befinden sich einheimische Bäume, Sträucher,
Gräser und Blumen, aber auch exotische Pflanzen wie Ananas, Granatapfel,
Tabak oder Baumwolle.
Im Apotheker-Garten wird das berühmte Deckengemälde der Klosterkirche am
Michelsberg begehbar: auf einer Gesamtfläche von ca. 55 qm ist ein Teil des
„Himmelsgartens“ durch sog. „Floor-Prints“ auf den Fußboden aufgebracht.
Die Gewölbestruktur bildet die Grundform für die Kräuterbeete mit Heilpflanzen,
in deren Mitte ein Olivenbaum in einer großen Amphore den „Lebensbaum“
symbolisiert.
Der Bezug zwischen der „Gottes-Apotheke“ und den weltlichen Apotheken wird
durch vier Apothekerschränke hergestellt, die zwischen den Beeten aufgestellt
sind. Sie repräsentieren historische Apotheken (z.B. die Hof-Apotheke in
Bamberg, deren Einrichtung mittlerweile im Deutschen Apotheken-Museum in
Heidelberg zu bewundern ist).
Jeder der vier Schränke ist einem Anwendungsgebiet zugeordnet und mit den
entsprechenden Heilkräutern bepflanzt. Die vier Themenbereiche decken die
Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen, Erkältungskrankheiten, Blasen- und
Niereninfekten und Schlaf- und Nervenleiden ab.
Die Apothekerschränke werden durch die
„Bamberger Pillendreher“ realisiert. Dabei
handelt es sich um folgende Bamberger
Apotheken:
Seehof-Apotheke Memmelsdorf, Hubertus-
Apotheke, Rosen-Apotheke, Apotheke am
Cherbonhof, Hof-Apotheke, Ahorn-Apotheke.

Faltenwiese

FALTENWIESE
Die weitläufige Liegewiese ist als „Faltenwurf“ modelliert und ist ein Ort der
Entspannung. In ihrer modernen und futuristischen Gestaltung verzichtet die
Anlage weitgehend auf verspieltes Beiwerk. Diese mit Raffinesse angelegte sanft
geformte Landschaft bietet Ihnen einen herrlichen Ausblick auf das Panorama der
historischen Innenstadt und auf den Park.
Im Bereich der bayernhafen Bühne ist die Rasenfläche als steigende „Tribüne“
angelegt – von hier aus können Sie sich ganz entspannt auf Fatboys lümmeln
und dem ein oder anderen Konzert lauschen oder einfach relaxen!
Planung:
plancontext GmbH Landschaftsarchitektur
Greifenhagener Straße 39
10437 Berlin
www.plancontext.de

Kommentar des Verfassers

Es hat uns sehr gut gefallen Dies hat uns gefallen Dies war weniger gut.............
Viele Sitzgelegenheiten sind vorhanden. Sehr schön der Kinderspielplatz und die Gestaltung der "Fischtreppe". Die Gestaltung der zahlreichen Blumenrabatten war trotz großen Aufwandes nicht das Non Plus Ultra. Hier störten sich viele Besucher an die Gestaltung. Man hätte ein "Blumenband" bilden können. Zum Beispiel beginnend mit weißblühenden Blumen, übergehend zu gelb-, rosa- rot-blau-graublühenden Pflanzen. Diese dann auch mit Namensschilder zu versehen. Das Interesse an den Blumenbeeten wäre bestimmt stärker als die vorhandene "eintönige" Bepflanzung. Laut Eintrittskarte ist die Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr kostenlos. Leider war die Linie von PR Breitenau zur Ausstellung von Privat betrieben worden. Der Besucher mußte für PKW, Fahrer und Insassen einmalig drei Euro berappen.
Die Fahrtmöglichkeit per Schiff zur Altstadt. Kosten ??? Sie Ausschilderung zum Busparkplatz und zur Schiffsanlagestelle könnte besser und übersichtlicher sein.  

Allles für den Garten

Landesgartenschau Bamberg
Landesgartenschau Bamberg Ein zukunftsweisendes Konzept mit einer faszinierenden Planungsidee - der Verbindung von Hain und ERBA . Hereinspaziert. Foto: Heinz Stammberger
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