Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz

BUND- Naturnahe Gärten

Naturnahe Gärten

BN:Naturnahe Gärten und Landwirtschaft ohne Chemie überlebenswichtig für Vögel und gleichzeitig die beste Hilfe für Igel in der kalten Jahreszeit - Vogelfütterung im Winter bei Schneedecke und Frost empfohlen
Dass ein naturnaher Garten hilfreich für Vögel, aber auch für Kleinsäuger wie Igel ist, zeigt der BUND Naturschutz (BN) in seinem Infopaket Vögel auf. Jeder Gartenbesitzer kann schon auf kleinsten Flächen viel für den Vogelschutz leisten: Gartenstauden, Altgras oder Disteln sollten im Herbst stehen gelassen werden, da darin viele Insektenlarven überwintern – ein Leckerbissen für viele Vögel. An den Stauden sind immer wieder Körnerfresser wie Finken zu beobachten, wie sie an den Samenständen picken. Auch liegengelassenes Laub und Komposthaufen bieten Vögeln ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Im Herbstlaub finden Igel wie Vögel auch Nahrung in Form von Würmern und Käfern.
Schädlich für Vögel wie Igel ist der Einsatz von Laubsaugern oder -bläsern. Die Boden-Biologie wird durch Laubsauger gravierend beeinträchtigt; sie saugen mit den welken Blättern auch Kleintiere wie Spinnen und Insekten auf, häckseln und töten sie dabei. Wenn die abgesaugten Blätter und Zweige nicht mehr auf dem Boden verrotten, wird die Humus- und Nährstoffbildung behindert. Die am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger, Igel und Vögel verlieren Nahrung und Lebensraum, der Boden wird der Deck-Schicht beraubt, die ihn vor Austrocknung und bei extremer Kälte schützt. Laubrechen und –besen kommen dagegen ganz ohne schädliche Emissionen aus und sorgen für gesunde Bewegung in frischer Luft und ohne Lärm. Das Laub sollte nicht als Abfall angesehen und „entsorgt“ werden. Es sei vielfältig einsetzbar, zum Mulchen unter Hecken oder zum Auflockern zu feuchter Komposthaufen. Grundsätzlich sollte Herbstlaub liegenbleiben oder als Winterquartier für Igel zu Haufen mit Ästen und Totholz zusammentragen werden. Auch Erdkröten und Blindschleichen schätzen solche Laubhaufen. Da sie sich hauptsächlich von Schnecken ernähren, „revanchierten“ sie sich im Sommer beim Biogärtner für die Überwinterungshilfe.
Echter Vogelschutz ist der Erhalt strukturreicher Landschaften und der Schutz natürlicher Lebensräume. Der Kauf von regionalen biologisch angebauten Produkten hilft zusammen mit angepassten Mahdterminen, strukturreiche Landschaften mit Lebensraum für viele verschiedene Vogelarten zu erhalten. Mit dem Einkaufsverhalten kann man Wirtschaftsformen unterstützen, die ein lebendiges Landschaftsmosaik fördern – anstatt ausgeräumter Agrarlandschaften der industriellen Landwirtschaft. Der Rückgang von Vogelbeständen hängt jedoch auch mit dem Insektensterben durch zu viel Chemieeinsatz auf den Äckern der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft zusammen: Lebensgrundlage für vielerlei Vogelarten seien nun einmal Insekten. Wenn diese mit grossflächigem Pestizideinsatz totgespritzt würden, stünden sie als Nahrungsquelle für Vögel nicht mehr zur Verfügung. Der Kauf von regionalen biologisch angebauten Produkten hilft somit, den Bestand vieler verschiedener Vogelarten zu erhalten, genauso wie den von Igeln oder Schmetterlingen.
Wer Vögel füttern will, was einigen Vogelarten zu Gute kommen kann, sollte dies bei dauerhaftem Frost bzw. geschlossener, hoher Schneedecke tun und auf Sauberkeit am Futterplatz achten, da sich sonst Krankheiten verbreiten. Die Futterstelle wäre am besten täglich zu reinigen. Dabei ist darauf zu achten, dass dieses Futter nicht verdirbt. Zu empfehlen seien Futtersilos bzw. spezielle Bodenfutterspender; nie solle man Futter einfach auf den Boden werfen. Es vermischt sich sonst mit dem Kot der Vögel und kann besonders bei mildem Wetter zu tödlichen Vogelkrankheiten führen. Liegt ein toter Vogel an der Futterstelle, könnte das ein Zeichen für eine Infektionskrankheit unter den Vögeln sein. Dann sollte man die Futterstelle abbauen, gründlich reinigen und erst nach zehn Tagen wieder füttern. Als Vogelfutter geeignet sind Sonnenblumenkerne, Hanf, Hirse, Getreidekörner, Fett-Kleie-Gemische, Haferflocken, Obst, Rosinen, Futterringe und Futterknödel, Kokosnusshälften mit Rinderfett oder Rindertalgstücke. Das Füttern von Speiseresten dagegen, die Gewürze und Salz enthalten, können zum Tod der Vögel führen. Auch Brot sei nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt und schnell verdirbt.
Ein Infopaket Vögel gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, straubing@bund-naturschutz.de für 5 Euro€ als Schein oder Briefmarken oder Vorab・erweisung von auf das Konto auf das Konto des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort ИP Vögel・ Im Internet sind die Vögel-Artenschutz-Tipps abrufbar unter www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/tiere/voegel-fuettern-im-winter.html

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