Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz
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Wühlmäuse, Schermäuse

Wühlmäuse bekämpfen

Wühlmäuse im Garten
Welcher Kleingartenbesitzer kennt diese Nager nicht. Unterhöhlte Beete, abgefressene Jungpflanzen, angebissene Mohrrüben. Im Internet gibt es seitenweise angebliche Hilfsmittel.

Der frühere Kreisgartenfachberater, F.C. Conze, Landkreis Coburg, meinte: „Wühlmäuse freuen sich in Gärten fauler Gärtner“.Aus eigener Erfahrung helfen nur Fraßköder.Die Bekämpfung sollte im Winter oder im zeitigen Frühjahr erfolgen.Sogenannte Begasung bringt nach eigener Erfahrung nur wenig Erfolg, da dieses Gas die Tiere nur vertreibt. In einigen Tagen kommen diese wieder zurück. Ich verzichte im Gemüsegarten auf Flächenmulch. Die Schädlinge fühlen sich darunter sehr wohl.Deshalb bringe ich das Falllaub der Obstbäume im Winter nicht auf die Baumscheiben, obwohl dies für die Igel in unserem Garten bestimmt nützlich wäre, sondern kompostiere das Material weitab vom Nutzgarten. Der entstandene Rohkompost wird dann im Frühjahr auf die Baumscheiben. Oder auf die Gemüsebeete ausgebracht.Für Starkzehrer, Kartoffel, Kraut etc. verwende ich im Frühjahr ebenfalls keinen frischen Stallmist (von den Nachbarn zwar kostenlos), sondern dieser wird in den Herbst- und Wintermonaten kompostiert. Ergibt bis zum Frühjahr ebenfalls einen guten Rohkompost.Wenn möglich wird täglich zwischen den Pflanzreihen oder den Pflanzen geharkt, Lärm und Unruhe mögen die Wühl- oder Schermäuse nicht.Zum Auslegen der Fraßköder und dem Aufstellen von Fallen, -bisher noch keine Erfahrung mit Fallen gemacht-, immer gebrauchte Arbeitshandschuhe anziehen. Die Schädlinge haben eine gute Nase.Meine beste Erfahrung habe ich mit Bayer Racium Wühlmaus Portionsköder gemacht. Diese sind laut Beschreibung eigentlich nur für Wege, und unterhöhlte Terrassen zugelassen. Als ungeeignet hat sich auch die Verwendung von Klappermühlen, Windrädern,aufgeschlagenen Flaschen, von Klopfschallvibratoren oder Ultraschall erzeugenden Geräten
erwiesen. „Außer Kosten keinen Nutzen“

Heinz Stammberger



Mauswieselkasten

Der Mauswieselkasten, wird schon fertig geliefert.
Der Mauswieselkasten, wird schon fertig geliefert. Wir haben densteine gestellt, damit ertrocken bleibt. Inzwischen ist der Holzkasten, der sehr sauber verarbeitetmist ganz mit Lesesteine bedeckt. Foto: Heinz Stammberger

Wühlmäuse

Wühlmäuse
können erhebliche Schäden an Obstgehölzen, Beerenobststräuchern, Ziergehölzen,
Blumenzwiebeln und Gemüsekulturen verursachen. Diese Informationsschrift zeigt Möglichkeiten zur
Abwehr und Bekämpfung der Wühlmauskulturen auch im Haus- und Kleingarten.
Aussehen und Lebensweise
Die Wühlmaus, auch Schermaus genannt, kommt in ganz Europa vor. Der Kopf
ist stumpf, die Ohren sind klein und fast völlig im Pelz versteckt. Die Farbe des Felles reicht von
braungrau bis rotbraun, auch schwarz kommt vor. Der behaarte Schwanz ist etwas kürzer als die
halbe Körperlänge, die ca. 15 cm beträgt.
Als natürliches Siedlungsgebiet bevorzugt die Wühlmaus frische, feuchte Böden, Gräben, Wiesen,
lichte Laub- und Mischwälder und vergraste Jungkulturen. An die Erdoberfläche kommt sie nur zur
Wanderung und Paarung, selten zur Nahrungsaufnahme. Die Wühlmaus hält keinen Winterschlaf,
schädigt daher das ganze Jahr über.
Das Weibchen bringt von März bis Oktober zwei bis vier Würfe mit je zwei bis fünf
Junge zur Welt. Die Tiere des ersten Wurfes werden noch im selben Jahr geschlechtsreif. Die
Vermehrungsrate beträgt mindestens 1 : 10, d. h. pro Jahr wenigstens 10 Nachkommen.
Die Baue werden in der Regel von einem Tier bewohnt, da das Männchen nur sehr kurze Zeit beim
Weibchen bleibt. Auch die jungen Wühlmäuse müssen sich einen neuen Bau anlegen. Dies führt zu
einer schnellen Ausbreitung des Schädlings.














Schaden erkennen

Schaden
Wühlmäuse schädigen durch das Benagen und Fressen von Wurzeln, Rhizomen, Knollen und
Zwiebeln der verschiedensten Pflanzenarten. Auf Grünland oder Rasenflächen wird zusätzlich durch
die Wühltätigkeit die Grasnarbe zerstört. Die Fehlstellen verunkrauten schnell.
Vorwiegend junge Bäume sind gefährdet, z. B. Apfelbäume auf schwachwachsenden Unterlagen. Die
Schäden entstehen vor allem unbemerkt während des Winters. Sie werden erst entdeckt, wenn im
Frühjahr Bäume bzw. Sträucher schwach oder gar nicht mehr austreiben. Die Pflanzen sitzen nicht
mehr fest im Boden, lassen sich leicht herausziehen und die Hauptwurzel sieht wie angespitzt aus.

Befallserkennung

Befallserkennung der Wühlmäuse
Erdhaufen
Die Erdhaufen liegen neben den Gängen und sind im Gegensatz zu denen des Maulwurfs niedriger, in
der Form unregelmäßiger, die Erde ist feiner und meist mit Pflanzenresten vermischt. Der Maulwurf
schiebt gleichmäßig geformte, hohe Erdhaufen ohne Pflanzenreste. Sein Gang endet mitten unter
einem Erdhaufen.
Gänge
Die Gänge der Wühlmaus sind geschlossen; offen sind sie nur am Wasser, oder wenn Junge im Bau
sind. Oberirdische Laufgänge (Wechsel) sind nicht vorhanden. Die unterirdischen Gänge verlaufen im
Allgemeinen in einer Tiefe von 5 cm, stellenweise bis zu 1 m parallel zur Erdoberfläche. Die
Gesamtlänge beträgt durchschnittlich 50 m, in Einzelfällen bis zu 100 m und mehr. Sie sind hochoval
und stets über 5 cm breit. An den Gangwandungen sind die Wurzeln fein säuberlich abgefressen. Die
Wühlmaus legt Vorratskammern an, in denen sie Wurzeln, Zwiebeln, Knollen u. a. lagert.

Mauswieselkasten, offen

Mauswieselkasten, offen.
Mauswieselkasten, offen. Der Innenraum wurde mit trockenem Laub ausgelegt. Foto: Heinz Stammberger

Abwehr der Wühlmäuse

Abwehr
Zu den wichtigsten natürlichen Feinden der Wühlmaus gehören die Wieselarten, vor allem das
Mauswiesel. Aber auch Fuchs, Iltis, Marder und Katze sowie Eulen (insbesondere die Schleiereule)
und Greifvögel (z. B. der Mäusebussard) stellen der Wühlmaus nach.
Zur Unterstützung der natürlichen Feinde sollten für Greifvögel Sitzstangen als Ansitz aufgestellt, für
Eulen in Feldscheunen Einfluglöcher geschaffen und für Wiesel Steinhaufen als Unterschlupf
angeboten werden.
Die für die Neupflanzung von wertvollen Kulturen vorgesehenen Grundstücke sind im Spätherbst
möglichst frei von Wühlmäusen durch Fangen, Bodenbearbeitung und Beseitigung von Futterpflanzen
zu machen. Als Pflanztermin ist das Frühjahr anzuraten, da sich die Wühlmäuse sonst auf die im
Herbst gepflanzten Jungbäume konzentrieren.
Bäumen kann man mit einem Drahtkorb sicheren Schutz bieten. Mit Maschendraht (Maschenweite ca.
15 mm) wird ein Korb geformt, in den der Baum gepflanzt wird. An den Faltnähten muss der Draht
sorgfältig verhakt werden. Nach dem Einfüllen der Erde wird er gegen den Stamm gebogen, aber dort
nicht befestigt. Es kann dann noch mit einer ca. 5 cm dicken Erdschicht abgedeckt werden. Ähnlich
kann auch bei Zwiebeln oder Knollen verfahren werden. Im Fachhandel gibt es aber auch spezielle
Gittertöpfe oder Körbe, die einen ausreichenden Schutz vor Wühlmausfraß bieten.
Oft wird empfohlen, die Gänge mit stark riechenden Substanzen (z.B. Fischlake) auszugießen, oder
Wolfsmilch, Knoblauch und Kaiserkrone anzubauen. Außer einem kurzzeitigen Vertreiben wird nichts
erreicht.
Als ungeeignet hat sich auch die Verwendung von Klappermühlen, Windrädern,
aufgeschlagenen Flaschen, von Klopfschallvibratoren oder Ultraschall erzeugenden Geräten
erwiesen.
Bekämpfung
Die besten Bekämpfungszeiträume sind der Spätherbst, solange der Boden offen ist und das zeitige
Frühjahr, bevor die Vermehrung der Wühlmäuse beginnt. Maßnahmen während der Sommermonate
sind wenig effektiv. Da junge Wühlmäuse während der ganzen Vegetationsperiode neue Flächen
besiedeln, sind nicht nur einzelne Grundstücke, sondern möglichst sämtliche Flächen einer
Kleingartenanlage oder eines Wohngebietes in die Bekämpfung mit einzubeziehen.
Vor jeder
Bekämpfungsmaßnahme ist eine Befallsermittlung erforderlich, auch um eine Bekämpfung des
durch die Bundesartenschutzverordnung geschützten Maulwurfes auszuschließen.
Zu Beginn einer Bekämpfungsaktion erfolgt die Verwühlprobe.
Neben den Erdauswürfen wird der Boden auf kreisförmigen
Bahnen mit dem Wühlmausstab
abgetastet. Ist ein Gang getroffen, sinkt der Stab ruckartig ein.
An dieser Stelle wird der Gang mit dem Spaten auf einer
Länge von 20 - 30 cm freigelegt und die beiden Öffnungen
vorsichtig mit einem Grabemesser von loser Erde gesäubert.
In beide Gangöffnungen wird eine Möhre gesteckt. Ein
bewohnter Gang wird von der Wühlmaus, vor allem bei kühler
Witterung, bald wieder verwühlt und die Möhre ist angenagt.
lebt ein Maulwurf in dem geöffneten Gangsystem, wird er den geöffneten Bereich unterwühlen. Die
Verwühlprobe ist auch zur Erfolgskontrolle notwendig (außer beim Fallenfang). Zum schnellen
Wiederfinden oder Stellen markiert man die Probestellen mit Holzstäben o.ä..

Die Wühlmausfalle - sehr effektiv

Effektiver wirken sich da schon Fallen aus. Vor dem Aufstellen sollte man auf jeden Fall prüfen, ob der Gang, den man ausgewählt hat, überhaupt noch benutzt wird

Verwühlprobe: Dafür legt man einen kleinen Teil der Röhre frei und wartet, ob die Maus, wie es ihrem Trieb entspricht, das Loch wieder zuschiebt. Das geschieht meist innerhalb kürzester Zeit und die Falle kann laut Gebrauchsanweisung aufgestellt werden. Man sollte dabei aber keinesfalls auf Handschuhe verzichten: Wühlmäuse sind äußerst geruchsempfindlich und würden ein nach Gärtner riechendes Objekt, clever wie sie sind, einfach meiden. Es gibt in den Gartencentern verschiedene Fallen-Modelle - probieren Sie einfach aus, welches Ihren Bedürfnissen am ehesten entspricht.



Fallen stellen
Der verwühlte Gang wird vorsichtig wieder freigelegt, von loser
Erde gesäubert und z. B. die Draht-Falle in den Gang
geschoben. Es ist darauf zu achten, dass der Großring der
Falle an der Gangwand fest anliegt. Um der Falle im Gang
einen festen Sitz zu verleihen, unterlegt man die Spannfelder
mit einer Grassode und drückt das Endstück der Falle in diese
ein.
Ähnlich verfährt man mit den anderen Fallentypen. Sie sollten
in die Gangöffnung eingepasst bzw. dicht vor die Gangöffnung
gestellt werden.
Wenn Beköderungen möglich sind, können Möhren, Apfel,
Kartoffel oder Sellerie als Köder verwendet werden. Die
Wühlmäuse dürfen nicht durch Fremdwitterung abgeschreckt
werden. Neue Fallen sind daher erst einige Zeit der Witterung
auszusetzen. Auch die Hände sind vor dem Aufstellen der
Fallen mit Erde abzureiben. Beidseitig fängige Fallen sind vor
allem in lockeren Böden zu empfehlen, weil beide Seiten nicht
gleichzeitig verwühlt werden.
Seit kurzem ist eine Falle (TOPCAT-Falle) auf dem Markt, die
im Vergleich zu den herkömmlichen Fallen sehr einfach zu
handhaben und zudem auch sehr fängig ist.
Mit einem Suchstab werden die Gänge aufgespürt und mit
einem Lochstecher ein kreisrundes Loch, passend für die
Falle, senkrecht zum Gang ausgehoben. Lockere Erde wird
beseitigt, der Gang geglättet, die ungespannte Falle im Loch
platziert und die Erde um die Falle wieder sauber angedrückt.
Danach wird die Falle gespannt.
Sie ist so konstruiert, dass sie von zwei Seiten von der
Wühlmaus begangen werden kann. Schon bei der geringsten
Berührung wird der Fallenmechanismus ausgelöst.

Wühlmaus -Feinde

Das Mauswiesel (Mustela hivalis) und Hermelin (Mustela erminea) sind eng verwandt. Das Mauswiesel wird im Volksmund auch als "Hermännchen" bezeichnet. Mauswiesel und Hermelin leben in Streuobstwiesen, Weiden und an Hecken-und Waldrändern. Sie suchen sich Erd- und Baumlöcher sowie Holz- und Steinhaufen als Unterschlupf aus. Als Fleischfresser fangen sie gerne kleine Säugetiere wie Mäuse, Ratten, Kaninchen Maulwürfe und Spitzmäuse und tragen somit zu einem ökologischen Gleichgewicht bei.
Hilfen für Hermelin und Mauswiesel
Die beste Hilfe für ist die Erhaltung von naturnaheh Lebensräumen mit Streuobstwiesen, Hecken und Feldgehölzen. Engagieren Sie sich beim BUND und tragen mit zur Erhaltung dieser Lebensräume bei und unterstützen Sie Maßnahmen zur Biotopvernetzung mit der Anpflanzung heimischer und standortgerechter Sträucher und Bäume. Man kann dabei in Holz-, Reisig- und Steinhaufen künstliche Nisthöhlen anlegen.
BUND-Nistkasten für Hermelin und Mauswiesel
Wir haben beim BUND Lemgo einen Nistkasten entwickelt. Damit wollen wir Mauswiesel und. Hermelin einen sicheren (mit Schutz vor Fuchs, Mardern und Katzen) und trockenen Nistplatz anbieten und den Förderern die Arbeit erleichtern. Er wird von der hiesigen Lebenshilfewerkstatt Begatal aus Fichtenholz hergestellt. Der Abschluss ist mit Dachpappe versehen, damit er möglichst lange hält. Das Dach ist zur Kontrolle abnehmbar. Während der Jungenaufzucht sollte man den Kasten aber möglichst nicht kontrollieren. Den möglichen Einbau haben wir mit Fotos dokumentiert.
Weitere mögliche Standorte sind Hecken und Haufen mit Natursteinen.
In kleinen Gärten: macht die Aufstellung von Nistkästen nur Sinn, wenn es im Umfeld genügend Wiesen und Hecken mit Nahrungsangeboten gibt.
. Besonders aktiv bei der Jagd nach Wühlmäusen ist aber das kleinere Mauswiesel. Aufgrund seiner Größe ist es in der Lage den Wühlmäusen in ihren Erdgängen nachzustellen und auch die Nester auszuräumen.
Mauswiese] und Hermelin können sowohl bei Tag als auch bei Nacht unterwegs sein, in den meisten Fällen sind sie allerdings tag- oder dämmerungsaktiv. Mauswiesel leben außerhalb der Paarungszeit einzelgängerisch. Sie sind bei guten Nahrungsverhältnissen standorttreu, wobei von Männchen bis zu 50 Hektar große Reviere genutzt werden, von Weibchen kleinere Gebiete. Viele Tiere sterben in ihrem ersten Lebensjahr, weil ihnen sichere Rückzugsmöglichkeiten fehlen. In freier' Wildbahn können sie ein Alter von maximal drei bis fünf Jahren erreichen.
Quelle: BUND Lemgo

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Fraßköder

Fraßköder
Außerdem werden Fraßgifte auf Basis von Zinkphosphid im Handel angeboten. Hierbei handelt sich
entweder um Fertigköder (z. B. Wühlmausköder Arrex, BAYER Wühlmausköder





Bayer Racium Wühlmaus Portionsköder wirkt gegen Wühlmäuse (Schermäuse) im Freien (auf Wegen, unter Terrassen, an Mauern etc.).
Es schützt die Bausubstanz vor Zerstörung durch schädliche Nagetiere.hlmausköder)

Hersteller
Bayer
EigenschaftenFür Wühlmäuse hochattraktiver Köder auf Pflanzenbasis

Witterungsbeständig
Vorportionierte Köderbeutel, 25 Stück je 10 Gramm
Wirkung setzt bereits bei einmaliger Köderaufnahme ein
Kindersicherer Verschluss
Enthält den Bitterstoff Bitrex®, um eine versehentliche Aufnahme durch Kleinkinder und Haustiere zu verhindern.

Frei verkäuflich Gebrauchsanweisung
Die Gänge der Wühlmausbauten eine Handbreit aufgraben und eine Portion pro 8-10 m Ganglänge auslegen.
Die Papierhülle um die Einzelportionen dabei nicht entfernen.
Danach die geöffnete Stelle wieder abdecken, aber nicht zuschütten.
Die Wirkung setzt unmittelbar nach Aufnahme ein.
Bester Anwendungszeitpunkt ist der späte Winter bzw. frühes Frühjahr.
Wirkstoffe
,375 g/kg Coumatetraly

Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen!

Das Einbringen in die Gänge
erfolgt ähnlich wie bei den Phosphorwasserstoff-entwickelnden Pellets.
Verboten ist das offene Auslegen, damit andere Tiere – vor allem Vögel – nicht gefährdet werden!
In Zeiten reichhaltigen Nahrungsangebotes nehmen Wühlmäuse Fraßgifte oft nicht ausreichend an, so
dass der Köder dann verdirbt. Gelegentlich wird er auch in die Vorratskammer eingetragen. Bis er dort
gefressen wird, ist der Wirkstoff nicht selten bereits abgebaut. Daher sollten Köder wie die Fallen
vorzugsweise im Winter oder im zeitigen Frühjahr (Nahrungsmangel) eingesetzt werden.
Neben Ködern aus Zinkphosphid gibt es auch einen Fraßköder mit dem Wirkstoff Wafarin. Dieser
Köder namens Quiritox Wühlmausköder ist auf Basis von Pflanzenextrakten hergestellt und daher
besonders attraktiv für Wühlmäuse. Die Köderstücke sollten solange auslegt werden, bis keine
Annahme mehr erfolgt. Die Gangöffnungen nach dem Ausbringen der Köder jedes Mal wieder mit
einer Abdeckung dicht verschließen.

Begasung

Begasung
Die Wühlmaus kann auch mittels Atemgiften getötet werden. Diese Verfahren sind in lockeren und
sandigen Böden unsicher, da die Gase zu schnell in die Luft entweichen. Auf diesen Standorten
müsste in verhältnismäßig kurzen Abständen wiederholt begast oder ein anderes
Bekämpfungsverfahren angewendet werden.
Kohlenmonoxid-Begasung
Das sich beim Verbrennungsvorgang in speziellen Begasungsgeräten mit Benzinmotoren (nicht bei
Dieselmotoren) entwickelnde Kohlenmonoxid kann mittels eines Schlauches in die Gänge geleitet
werden. Die Wühlmaus erstickt. Die Abgase von Benzinmotoren enthalten jedoch neben
Kohlenmonoxid z. B. auch Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle, Stoffe, die zu
erheblichen Umweltbelastungen führen können. Aus diesen Gründen ist dieses Verfahren verboten.
Kohlendioxid-Begasung
An Stelle der Begasung mit Kohlenmonoxid ist die Begasung mit Kohlendioxid (C02) (Kohlensäure)
aus handelsüblichen Stahlflaschen möglich. Als Ausrüstung benötigt man eine Kohlensäureflasche,
einen Druckminderer und einen Schlauch zum Einleiten des Gases in das bewohnte Gangsystem.
Eine fünfminütige Gaseinleitung bei 1 bar reicht aus. Bei zu schneller Entnahme des Gases kommt es
jedoch zu einer Vereisung des Auslassventils, wodurch der Gasstrom unterbrochen wird.
Vorteile gegenüber der Kohlenmonoxid-Begasung sind:
- keine Gefährdung des Anwenders
- keine Belastung von Boden und Wasser
- geringer finanzieller Aufwand gegenüber Begasungsgeräten
Begasung mit speziellen Wühlmauspräparaten
Hierzu werden Köder verwendet, die man in die Wühlmausgänge streut. Unter Einwirkung von
Feuchtigkeit setzen die Köder (Wirkstoff Calciumcarbid) ein giftiges Gas (Phosphorwasserstoff) frei,
das die Wühlmäuse vertreibt. Zum Abtöten der Wühlmäuse reicht die Wirkung der Mittel meist nicht
aus, da sich die Gase nicht in ausreichenden Konzentrationen in den Wühlmausgängen ausbreiten.
Im Handel erhältlich sind zum Beispiel die Präparate PRONTOX-Wühlmausgas, DELU-Wühlmausgas
oder CELAFLOR Wühlmaus-Gas Arrex. Wichtig ist, dass die Öffnungen nach dem Ausstreuen der
Köder sofort wieder luftdicht verschlossen werden. Bei der Anwendung unbedingt die
Gebrauchsanleitungen der Hersteller genau beachten.

Wühlmausgänge erkennen

Eindeutiges Identifizieren

Maulwurfhügel
sind recht hoch und das Loch liegt in der Mitte. Stammen die Erdhaufen von Wühlmausen, befinden sich die Löcher seitlich versetzt. Das aufgewühlte Erdmaterial ist wesentlich niedriger und enthält oft Wurzeln und Pflanzenteile.

Die einfachste Methode zum eindeutigen Identifizieren: Gang auf buddeln – wird er innerhalb einer Stunde wieder geschlossen, ist die Wühlmaus der Bewohnerin.

Maulwurf: Hügel optisch störend

Maulwurfshügel
sind für Gartenbesitzer in erster Linie ein optisches Problem. Sie sollten abgetragen und eingeebnet werden. Der Maulwurf wird zu Unrecht als Schädling abgestempelt. Da seine Nahrung unter anderem aus Engerlingen und Drahtwürmern besteht, ist er sogar sehr nützlich. Maulwürfe im Garten sind ein gutes Zeichen, denn die Tiere fühlen sich nur in gesunder, fruchtbarer Erde wohl.

Maulwurf ist geschützt