Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz
Sie sind hier: Startseite » Info » Biogarten

Glyphosat

Bienengift Sulfoxaflor

Warnung vor neuem Bienengift Geheimsache Sulfoxaflor - Bienen und Menschen brauchen BIO-Landbau und Bio-Einkauf
Den Bienen helfen mit naturnahen Gärten und Grünflächen sowie gezieltem Bio-Einkauf
BUND wendet sich gegen bienengefährliche Pestizide – auch Neonicotinoide als Gift für Bienen und Vögel in der Kritik
Auf eine Warnung des Umweltinstituts München vor dem neuem Bienengift Sulfoxaflor weist der BUND Naturschutz hin und empfiehlt zur Risikovermeidung daher den gezielten Kauf von Lebensmitteln, Obst und Gemüse aus biologischem Anbau. Für das grosse Bienensterben seien die in der Landwirtschaft eingesetzten Insektengifte mitverantwortlich. Grund genug, bei der Genehmigung von neuen Wirkstoffen besondere Vorsicht walten zu lassen. Doch davon könne bei den deutschen Behörden keine Rede sein, so die Kritik des Umweltinstituts: Im Gegenteil, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bemühe sich, die Zulassungsverfahren geheim zu halten und schnell Genehmigungen zu erteilen. Für die Behörde gelte offenbar bereits die Tatsache, dass eine Firma einen Antrag auf Zulassung für ein neues Gift stellt, als Geschäftsgeheimnis. Diese Rechtsauffassung sei völlig inakzeptabel und skandalös. Durch Zufall habe man erfahren, dass die Firma Dow Chemical beim BVL die Zulassung für Pestizide mit dem bienengefährlichen Wirkstoff Sulfoxaflor beantragt hat. Das Umweltinstitut hat daraufhin die Bundesregierung aufgefordert, die Zulassung nicht zu erteilen. Doch noch versteckten sich Landwirtschaftsminister Schmidt und Umweltministerin Hendricks hinter ihren Behörden.
Umso wichtiger sei daher zum Schutz der eigenen Gesundheit für alle VerbraucherInnen der gezielte Kauf von Lebensmitteln, Obst und Gemüse aus biologischem Anbau. Denn Bio-Landwirte verzichten auf chemische Pestizide und Herbizide; diese Gifte vernichten nicht nur die Futterpflanzen vieler Bienen, sondern schaden ihnen auch ganz direkt. Auch den verschiedenen Wildbienenarten sei mit naturnahen Gärten und Grünflächen sowie biologischem Landbau ohne Gifteinsatz, dafür aber mit artenreichen Feldrändern, am besten geholfen. Der BUND setzt sich wie das „Bündnis zum Schutz der Bienen“ für den Schutz von Biene, Mensch und Natur vor den negativen Auswirkungen der Agrarindustrie durch Pestizide und Gentechnik ein. Die Infopakete „Bienen“ und „BIO-LEBENSMITTEL - BASIS gesunder ERNÄHRUNG“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für je 5 € in Briefmarken oder Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Bienen“.

Totspritzung mit Glyphosat

Liebe Freunde,

seit Monaten wurde in den Gremien der EU diskutiert, ob man Glyphosat weiter zulassen soll oder verbieten. Eine Mehrheit für die weitere Zulassung kam auf Druck der Bürger in vielen Organisationen nicht mehr zustande. Also entschied die Kommission allein zugunsten ihrer eigenen Pöstchen für eine weitere Verwendung. Profit kommt immer vor der Gesundheit. Genau so war es bei so vielen anderen Stoffen in der Vergangenheit. Contergan wurde vor 60 Jahren auch durch firmeneigene Studien als harmlos hingestellt, bis alles zu spät war. Genauso war es bei Asbest, DDT, Atrazin und vielen anderen Stoffen, wie z. B. Agent Orange im Vietnamkrieg. Und genau dieser Stoff bildet laut Dokumentation von Prof. Antonio Andrioli die Grundlage von Glyphosat. Na ja, nichts gelernt – wichtig ist, der Profit der Konzerne stimmt, dann stimmen auch die Postenvergütungen der Politiker und Verbandsfunktionäre in den Beratungsgremien der Konzerne.

Hier geht es, soweit meine Vorinformation, weniger um Wissenschaft, sondern vielmehr um die Praxis. Was passiert auf Feldern und Wiesen, oder beim Tier, wenn Glyphosat angewendet wird. Mit der „Augenberuhigung“, wie viele Anwender meinen, ist es eben nicht getan. Einmal Glyphosat spritzen und das Feld ist rein, ist nur ein Baustein. Zuerst versucht man auf dem Feld einen schönen grünen Bewuchs zu bekommen, um Humus und Nährstoffe zu erhöhen. Und dann spritzt man Glyphosat und tötet genau die Lebewesen, die diesen Bewuchs in Humus umwandeln sollen?!? Die Rechnung geht auf: Glyphosat wird heute verschenkt (nur noch Logistik und Verpackung), damit es viele anwenden. Na ja, es bringt den 5 – 10-fachen Folgeumsatz für die Konzerne durch Krankheiten und mehr Dünger. Und die Anwender fallen darauf herein nach dem Spruch: „Verschenke die Lampe und verkaufe dann das Öl dafür.“
Weiter will ich über diesen Film nicht kommentieren, weil ich den ganzen Inhalt noch nicht kenne. Wird aber bestimmt hochinteressant. Interessant auch deswegen, weil in der heutigen Landwirtschaft durch industriegesteuerte Fachberatung Management-, vor allem aber Technik- und Behandlungsfehler gefördert werden, um dann umsatzbringende Lösungen empfehlen zu können. Als Insider weiß man, was hier abläuft. „Gute fachliche Praxis“ ist heute: „Alles anwenden, was die Industrie anbietet?!?“ Dabei wäre alles so einfach, würde man statt die Folgen wieder die Ursachen abstellen. „Ganzheitliches Denken“, also auch die Folgen, sagte Prof. Anton Moser aus Graz, müsste man wieder lernen. Unwichtig, welche Bodenbearbeitungstechnik man oben anwendet, wenn der Untergrund durch immer schwerere Maschinen keinen Sauerstoff mehr bekommt oder das Bodenleben durch Fremdstoffe gestört wird. Bodenleben, das man nicht totfährt, spritzt man tot! Nicht nur bei BIO, sondern auch bei konventionell müsste man nur gesund, bodenschonend und nachhaltig mit der Natur arbeiten, und alles regelt sich wieder von selbst. Mit dem Sauerstoff käme auch der Kohlenstoff wieder selbst in den Boden. Schont eure „Arbeiter“ im Boden und lässt sie wieder atmen. Die werden euch so reiche Frucht bringen – ganz allein – ohne „Wunderheiler“ und Zusatzkosten.
Und dann soll eine Totspritzung mit Glyphosat auf festen Boden mit verschwiegenen hohen Folgekosten und langfristiger Bodenleben-Vernichtung kostensparender sein, als eine bodenlüftende natürliche Bewirtschaftung mit anschließender freudigen Arbeitsleistung der „Mitarbeiter im Boden“ - Geht´s noch?
Fakt ist, Glyphosat – und vieles mehr, braucht niemand, der Ackerbau versteht. Für unsere Bauern ist das schon lange kein Thema mehr, weil sie wieder in den Boden schauen. Schaut euch diesen Film an und macht euch selbst ein Bild. Und wichtig ist, das Denken wieder selbst in die Hand zu nehmen, denn wenn andere für euch Denken, ist meistens „Profit“ das Drehbuch. Jeder Ackerbauer kennt seine Böden und weiß, dass es auch niemals Universallösungen für alle Regionen gibt.
Nach der Ausstrahlung des Films im BR werden wir eine „Aktion der besonderen Art“ starten. Mit dem gleichen Drehbuch haben wir Anfang der 2000er Jahre den Markt gedreht und heute boomen gentechnikfeie Lebensmittel. So werden wir auch unsere Lebens- und Futtermittel trotz Zulassung wieder GLYPHOSATFREI machen. Hierzu später mehr.



Glyphosat Einspruch

Keine Wiederzulassung von Glyphosat - BUND Naturschutz fordert Bekenntnis von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner

Mit einem offenen Brief hat der BUND Naturschutz den bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner aufgefordert, sich bei der im April stattfindenden Agrarministerkonferenz gegen die auf EU- Ebene beantragte Wiederzulassung des Pestizids Glyphosat einzusetzen.

Im März 2016 hatte die EU-Kommission für ihre Genehmigungsvorlage zu Glyphosat keine Mehrheit erhalten, zu viele Mitgliedstaaten waren skeptisch. Doch Deutschland hat sich bei der Probeabstimmung nur enthalten. Voraussichtlich steht Glyphosat am 18. und 19. Mai erneut auf der Agenda. Die EU-Kommission hatte den Mitgliedstaaten zuvor die Möglichkeit gegeben, Änderungsvorschläge einzureichen.
Leider hat sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt noch nicht klar geäußert, obwohl ihn fast 30.000 BürgerInnen in einer E-Mail-Aktion darum gebeten hatten, die deutsche Position offen zu legen. Im „Verbrauchermonitor Spezial“ zu Pestiziden und Glyphosat, den das Bundesamt für Risikoforschung (BfR) Anfang März 2016 veröffentlicht hat, haben 65 Prozent aller Befragten angegeben, ein Lebensmittel nicht zu kaufen, sobald sie wüssten, dass es Pestizid-belastet sei.
Deswegen fordert der BN Landesvorsitzende Hubert Weiger Minister Brunner auf, seine Einflussmöglichkeiten wahrzunehmen und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt davon zu überzeugen, in Brüssel gegen eine Wiederzulassung von Glyphosat zu stimmen.
Der BN forderte Minister Brunner auch auf, sich auf der kommenden Agrarministerkonferenz für das Vorsorgeprinzip und für den Schutz von Mensch und Natur, und somit auch gegen eine Neuzulassung von Glyphosat einzusetzen.
„In der landwirtschaftlichen Fachberatung müssen die Möglichkeiten der Beikrautregulierung über pflanzenbauliche und mechanische Maßnahmen endlich Vorrang bekommen.“ so Weiger. Dass ein Verzicht auf Glyphosat möglich ist, zeige auch die aktuelle Studie des Julius-Kühne-Instituts „Folgenabschätzung für die Landwirtschaft zum teilweisen oder vollständigen Verzicht auf die Anwendung von glyphosathaltigen Herbiziden in Deutschland.“(siehe unten)
Hintergrund:
Argumente gegen die Wiederzulassung von Glyphosat:
· Der Krebsverdacht ist nicht ausgeräumt! Die Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation hat Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" (2A) für den Menschen eingestuft. "2A" ist die zweithöchste Gefahrengruppe. Seit Langem steht Glyphosat im Verdacht, Krebs auszulösen. Die Bewertung der EFSA ist allerdings eine andere. Sie sagt von Glyphosat gehe kein Krebsverdacht aus.
· Glyphosat hat möglicherweise endokrine, also hormonell wirksame Eigenschaften! Aus der Genehmigungsvorlage der EU-Kommission geht hervor, dass die Glyphosat-Hersteller keine ausreichenden Unterlagen vorgelegt haben, um sicherzustellen, dass der Wirkstoff keine endokrinen, also hormonell wirksamen Eigenschaften hat. Deshalb dürfen die Hersteller noch bis zum 1. August 2016 Informationen nachreichen. Ein wesentlicher Teil der Risikobewertung scheint damit nicht abgeschlossen. Dies ist umso gravierender, als ein Wirkstoff nach EU-Recht nicht genehmigungsfähig ist, wenn er als „endokriner Disruptor“ eingestuft wird. Die Glyphosat-Genehmigung läuft Ende Juni 2016 aus, bis dahin soll die Wiederzulassung erfolgen. Wenn aber die Hersteller Datenlücken erst nach erteilter Genehmigung schließen müssen, dann verlangt die EU-Kommission von den Mitgliedstaaten, die Katze im Sack zu kaufen.
· Die Kollateralschäden, die Glyphosat in der Umwelt hinterlässt, sind unstrittig! Es tötet als Totalherbizid alle Pflanzenarten – und ist damit einer der großen Treiber des Biodiversitätsverlustes in der Agrarlandschaft. Glyphosat zerstört großflächig Lebensräume, so dass Insekten wie Wildbienen und Vögel wie die Feldlerche keine Nahrung mehr finden und aussterben.
· Die hohe Glyphosat-Belastung beim Menschen ist nachgewiesen! Aber woher die hohe Belastung der deutschen Bevölkerung mit Glyphosat kommt, ist nicht geklärt. Verschiedene Studien – vom BUND, vom UBA und der Bürgerinitiative Landwende – zu Glyphosat im Urin zeigen, dass ein Großteil der Menschen dauerhaft Glyphosat ausgesetzt ist. Studien über die Wirkungen einer Langzeitbelastung der Menschen mit Glyphosat in geringen Dosierungen gibt es nicht. Wie Glyphosat immer wieder in den Körper gelangt, ist unklar, über die Belastungspfade ist nichts bekannt.
· Die chemische Unkrautbekämpfung mit Glyphosat ist durch Pflügen und Grubbern ersetzbar! Glyphosat ist in der Landwirtschaft vollständig zu ersetzen und das in vielen Bereichen kostenneutral, wie die Studie des Julius-Kühn-Instituts „Folgenabschätzung für die Landwirtschaft zum teilweisen oder vollständigen Verzicht auf die Anwendung von glyphosathaltigen Herbiziden in Deutschland“ vom November 2015 zeigt. Die Alternativen zur chemischen Unkrautbekämpfung sind Pflügen und Grubbern; nur in einem Fall – der Sikkation in Raps – wird überhaupt ein anderes Pestizid in Erwägung gezogen. http://www.jki.bund.de/downloadFatPdf.php?)file=2015_0396.pdf





Für Rückfragen:

Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin, 0911/81878-20
marion.ruppaner@bund-naturschutz.de

Rohstoffknappheit muss

Rohstoffknappheit muss in Preise einfliessen – keine sinnvoll stofflich verwertbaren Materialien in die Verbrennung

Zu einem Informations- und Meinungsaustausch zu unserem zen tralen Thema Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung bei gegebener Rohstoffknappheit war der Landesarbeitskreis Abfall / Kreislaufwirtschaft des Bund Naturschutz in Bayern (BN) am Samstag zu Gast bei der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden(OTH). Die Frage war dabei: „Was ist im Hinblick auf Klimaschutz und die Begrenztheit der Ressourcen erforderlich?“. Prof. Dr. Mario Mocker von der Fakultät Maschinenbau / Umwelttechnik erläuterte die Knappheit seltener Erden und weiterer chemischer Elemente und Rohstoffe an den Beispielen von Eisenerz als Massengut und andererseits von Wolfram, das aus alten Glühbirnen wiederzugewinnen sei. Ähnliches gelte für Neodym, das für Magneten in elektronischen Geräten vom Smartphone über die 30 bis 150 in einem Auto verbauten Elektromotoren sowie Heizungspumpen bis zur Windkraftanlage Verwendung finde. Grundvoraussetzung für eine hohe Versorgungssicherheit an seltene Rohstoffen sei deren auf den wirklichen Bedarf gezielt ausgerichteter sparsamer Einsatz sowie deren Rückgewinnung aus den Schrotten, aus denen bisher nur die mengenmässig bedeutendsten Materialien wiedergewonnen würden. Mocker wies dabei auf zu nutzende Substitutionsmöglichkeiten etwa bei Elektromotoren oder Antrieben von Windkraftanlagen hin.

Der Rohstoffhunger bei vermeintlich „nicht knappen“ mineralischen Rohstoffen, die als Baustoffe verwendet werden, sei auch den gestiegenen Ansprüchen nach mehr Wohn-, Gewerbe- sowie Verkehrsflächen pro Kopf der Bevölkerung geschuldet. In diesem Bereich mit erheblichen Massenströmen sei man von einer echten Kreislaufwirtschaft noch weit entfernt. Hier müssten sowohl die Bedürfnisse hinterfragt werden, als auch die Hemmnisse einer möglichst hochwertigen Wiederverwendung von aufbereitetem und gereinigten Bauschutt-Granulats beseitigt werden, zuvorderst seitens der öffentlichen Hand, war man sich einig. Mocker sah dies auch für Schlacke bei geringem Schadstoffgehalt als möglich an, die BN- Vertreter jedoch wegen einiger Vorfälle in diesem Bereich kritisch.
BN- Abfallreferent Dr. Hartmut Hoffmann pochte auf das nötige Fernhalten von Problemstoffen wie etwa geklebten geschäumten Kunststoffen schon beim Neubau von Gebäuden und deren energetischer Sanierung. Umbau und Sanierung von Bestandsgebäuden sei Vorrang vor Neubauten einzuräumen, dies müsse sich auch finanziell rechnen. Um dies ebenso wie eine Rückgewinnung von seltenen Rohstoffen zu gewährleisten, müsse die Politik mit dem Instrument eines intelligenten ökologisch-sozialen Steuersystems dafür sorgen, dass sich volkswirtschaftlich sowie ökologisch nachhaltige gebotene Rentabilität mit den betriebswirtschaftlichen Interessen der einzelnen Wirtschaftssubjekte zur Deckung bringen lassen, so stellvertretender LAK-Sprecher Johann Meindorfer. Fazit für den BN-LAK ist, dass auf die zusätzliche Rückgewinnung von seltenen Metallen etwa aus Elektroschrott Wert gelegt und der Export von Schrott in Länder unterbunden werden muss, in denen keine ordnungsgemässe Verwertung stattfindet.
Als gemeinsames Anliegen
Die Novellierung der Dünge- sowie Klärschlammverordnung mit weitaus ambitionierteren Schadstoff-Grenzwerten als bisher seien dringend nötig, um auch künftig eine Verwertung zu erlauben, betonte Hoffmann. LAK-Sprecherin Waltraud Galaske bekräftigte die Forderung, dass Schadstoffe wie Hormon- oder Antibiotika-Verschmutzungen von Abwasser und Klärschlamm bereits seitens der Verbraucher ferngehalten werden müssten. Ein entsprechend reguliertes Inverkehrbringen sowie ein verantwortliches Konsumverhalten gelte es zu fördern. Josef Metzger, Hartmut Haas-Hyronimus sowie die Vertreter der Bürgeraktion Müll & Umwelt Schweinfurt,Prof. Dr. Peter Möhringer und Johannes Neupärtl kritisierten dass sich neben weiteren 14 Kommunen die Stadt gegen eine umfassende Getrennterfassung von Bioabfällen sträube.
Nach Kenntnis des BN wird ein erheblicher Teil der anfallenden Gewerbeabfälle entgegen den abfallrechtlichen Vorschriften und abfallwirtschaftlichen sowie energie- und klimapolitischen Erfordernissen nicht sortenrein erfasst und auch keiner sortenreinen stofflichen Verwertung, sondern inner- und ausserbayerischen Müllverbrennungsanlagen zugeführt. Da dies neben vermeidbaren Emissionen aus Müllverbrennungsanlagen auch zu einer mangelnden Verwertung des Energieinhalts dieser Materialien wie z.B. Altpapier oder Altkunststoff führt, läuft dies nicht nur den abfallwirtschaftlichen Zielsetzungen und Erfordernissen entgegen, sondern auch jenen von Klimaschutz und Energiewende. Mocker wies dabei auf die unterschiedlichen Standards der bestehenden Müllverbrennungsanlagen in Bezug auf die Abwärmenutzung hin, die in einigen Fällen verbesserungsbedürftig sei, wobei die Anlagenbetreiber aber eine erweiterte Wärmenutzung anstreben würden .


Ein Infopaket Abfallvermeidung gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 € als Schein, in Briefmarken oder Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Abfall“.
Mit freundlichen Grüssen



Johann Meindorfer

BUND-NATURSCHUTZ-MEINDORFER@gmx.de

BUND gegen Glyphosat

BUND Naturschutz fordert Stopp für Neuzulassung des Unkrautvernichters Glyphosat
Zu Beginn der Gartensaison warnt der BUND Naturschutz (BN) vor dem Einsatz von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln, insbesondere vor dem Wirkstoff Glyphosat. Nicht nur der Einsatz im Garten, auf Friedhöfen, Wegen und Gleisen, sondern auch der Einsatz in der Landwirtschaft muss gestoppt werden, fordert der BN. Wie jetzt bekannt wurde, plant die EU-Kommission bereits für Anfang März eine Entscheidung über eine zehnjährige Verlängerung für das von Monsanto entwickelte Pflanzengift Glyphosat, das in Präparaten wie Roundup, Vorox oder Compo-unkrautfrei immer noch im Gartenfachhandel erhältlich ist.
Schon im vergangenen Jahr hatte die internationale Agentur für Krebsforschung (IACR) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Glyphosat als „wahrscheinlich Krebs erzeugend für den Menschen“ eingestuft. Vor diesem Hintergrund hält der BN die Vorgehensweise der EU-Kommission für falsch und fordert Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf, den Entscheidungsprozess zu stoppen. Der BUND Naturschutz kritisiert, dass die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) und die EU-Kommission die Gefahren von Glyphosat in ihrer Bewertung nicht ausreichend berücksichtigt haben. Der BN hat deshalb auch eine Unterschriftenaktion an Minister Schmidt gestartet: www.bund.net/aktiv_werden/aktionen/glyphosat_verbieten
Untersuchungen des Umweltbundesamtes (UBA) zu Glyphosat in Urinproben der deutschen Bevölkerung zeigen, dass es einen engen Zusammenhang zwischen dem Glyphosat-Einsatz in der Landwirtschaft und der Belastung der Menschen gibt. Rund 40 Prozent der Landwirtschaftsfläche Deutschlands werden jedes Jahr mit glyphosathaltigen Herbiziden behandelt. Von den in Deutschland pro Jahr eingesetzten 18 000 Tonnen Herbizidwirkstoffen beträgt der Anteil von Glyphosat 5400 Tonnen. So wird das Totalherbizid zu einer Gefahr für die Artenvielfalt.

Im Gartenbereich werden in Deutschland jährlich rund 500 Tonnen Pestizidwirkstoffe eingesetzt, die eigens gekennzeichnet sein müssen („Anwendung im Haus-und Kleingartenbereich zulässig“). Es gibt jedoch keine behördliche Kontrolle. Eine Überdosierung nach dem Motto „viel hilft viel“ ist trotz Haushaltspackungsgröße leicht möglich und kann fatale Folgen für die nähere Umwelt und die eigene Gesundheit haben. Einige Baumärkte haben den Verkauf glyphosathaltiger Herbizide inzwischen eigestellt, nach eigenen Angaben sind dies Obi, Toom und Bauhaus.
Infos für Gärtner:
http://www.bund-naturschutz.de/landwirtschaft/garten.html
Der Bund Naturschutz in Bayern schützt auch Ihre Lebensgrundlagen. Finanziell und politisch unabhängig dank Ihrer Mitgliedschaft.
Sie gehören noch nicht dazu? Dann lade ich Sie herzlich ein!www.bund-naturschutz.de

Die Weltgesundheitsorganisation warnt: Glyphosat v

Glyphosat ist das meistgespritzte Unkrautvernichtungsmittel in Deutschland und der Welt. Bekannt ist es vor allem unter dem Handelsnamen "Roundup". Es steht im Verdacht, Embryonen zu schädigen und Krebs auszulösen. Agrarminister Christian Schmidt muss endlich damit beginnen, den Einsatz von Glyphosat zurückzudrängen.
In Deutschland ist das Problem des Übereinsatzes von Glyphosat in der Bauernschaft längst bekannt. So hat die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG), die Interessenvertretung der industriell wirtschaftenden Landwirte, seit Anfang 2012 immer wieder auf das Problem des übermäßigen Einsatzes von Glyphosat hingewiesen. Die DLG fordert von den Landwirten, den Einsatz von Glyphosat auf ein Minimum zu reduzieren und stattdessen auf einen guten Ackerbau zu setzen (DLG-Mitteilungen 2/2012 pp 14-31; hier: pp 22-25).
..................................
In Europa finden sich Glyphosatrückstände in Brötchen und Mehl (siehe Ökotest 2013 und 2012). Glyphosat wurde auch im Urin von Menschen nachgewiesen. Das zeigt die Studie des BUND und Friends of the Earth, die im Juni 2013 veröffentlicht wurde. Sie ist die erste und einzige europaweit durchgeführte Studie zu Glyphosat im Urin. Natürlich handelt es sich um Stichproben. Aber selbst die Bundesregierung räumt aufgrund der BUND-Studie eine Hintergrundbelastung der Bevölkerung mit Glyphosat ein (Drucksache 17/14291, Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Grünen 2013).........................(Quelle BUND)...................
Zur Glyphosat-Bewertung durch das BfR
3sat-nano-Beitrag zu Glyphosat mit BUND-Expertin Heike Moldenhauer (Screenshot)
....................................
Glyphosat ist nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nicht giftiger als bisher angenommen. Für den BUND gibt es jedoch keinen Grund, Entwarnung zu geben: Denn das Zulassungs­verfahren von Pestiziden ist industrienah und intransparent. Es werden fast nur Studien berücksichtigt, die die Hersteller selbst beauftragt haben – um die Unbedenklichkeit eines Stoffes zu bescheinigen. Eine Kontrolle durch unabhängige Wissenschaftler ist nicht möglich, da die Studien nicht veröffentlicht werden.
........................................

Umstrittener Unkrautvernichter
Glyphosat bleibt in Bayern erlaubt

Der Umweltausschuss des Bayerischen Landtags konnte sich heute zu keiner abschließenden Bewertung einer möglichen Krebsgefahr des Wirkstoffs Glyphosat in Unkrautvernichtungsmitteln durchringen. Empfohlen wurde allerdings, das glyphosathaltige Spritzmittel "Round up" außerhalb der Landwirtschaft nicht mehr anzuwenden. ( Quelle BR )

......................................
Glyphosat: Heimtückisches Gift - Frontal 21 - ZDFmediathek - ZDF ...
www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2407888...Im Cache
19. Mai 2015 ... Vor wenigen Wochen hat die WHO klar gemacht: Das weltweit verwendete Pflanzenschutzmittel Glyphosat ist “wahrscheinlich .
...........................................

sofort verbieten

Wahrscheinlich krebserregend beim Menschen - so urteilte die Weltgesundheitsorganisation im März über Glyphosat, den weltweit häufigsten Wirkstoff in Pestiziden. Das hat es in sich: für Marktführer Monsanto, der Glyphosat seit Jahr zehnten als »Roundup« vertreibt. Und für die deutschen Zulassungs behörden. Denn die halten den Wirkstoff seit über 20 Jahren für un bedenklich. Gleichzeitig beeinflus sen sie als Berichterstatter für die ganze EU, ob Glyphosat Ende 2015 für weitere zehn Jahre zugelassen wird oder nicht. Der Ruf dieser Behörden ist nun massiv gefährdet. Dass Menschen in ganz Europa mit Glyphosat belastet sind, hatte eine Studie des BUND schon 2013 gezeigt. In allen 18 untersuchten Ländern gab es belastete Proben, die deutschen waren es zu 70 Prozent. Rheinland-Pfalz und Hessen haben auf die Warnung derWHO reagiert: Sie verboten den Einsatz von Gly phosat auf kommunalem Grund. Und Baumärkte wie toom, Obi und Bauhaus verbannten alle glyphosat-haltigen Mittel aus dem Sortiment.So weit, so vorbildlich. Ein Skan dal ist dagegen die Tatenlosigkeit von EU-Gesundheitskommissar Andriukaitis und Bundesagrarminister Schmidt. Sie könnten Glyphosat verbieten. Doch offenbar ist ihnen der Profit der Chemiefirmen wichtiger als unsere Gesundheit.
Appellieren auch Sie an Minister Schmidt, Glyphosat sofort zu verbie ten! www.bund.net/glyphosat Und setzen Sie sich vor Ort für eine »pestizidfreie Kommune« ein. Infos unter •*•www.bund.neti/pestizide

Glyphosat weiter zulassen soll oder verbieten

Seit Monaten wurde in den Gremien der EU diskutiert, ob man Glyphosat weiter zulassen soll oder verbieten. Eine Mehrheit für die weitere Zulassung kam auf Druck der Bürger in vielen Organisationen nicht mehr zustande. Also entschied die Kommission allein zugunsten ihrer eigenen Pöstchen für eine weitere Verwendung. Profit kommt immer vor der Gesundheit. Genau so war es bei so vielen anderen Stoffen in der Vergangenheit. Contergan wurde vor 60 Jahren auch durch firmeneigene Studien als harmlos hingestellt, bis alles zu spät war. Genauso war es bei Asbest, DDT, Atrazin und vielen anderen Stoffen, wie z. B. Agent Orange im Vietnamkrieg. Und genau dieser Stoff bildet laut Dokumentation von Prof. Antonio Andrioli die Grundlage von Glyphosat. Na ja, nichts gelernt – wichtig ist, der Profit der Konzerne stimmt, dann stimmen auch die Postenvergütungen der Politiker und Verbandsfunktionäre in den Beratungsgremien der Konzerne.

Sie können sie auch in der Mediathek nachsehen:
http://www.br.de/mediathek/video/video/galgenfrist-fuer-den-oekokiller-die-unendliche-glyphosat-story-100.html Hier geht es, soweit meine Vorinformation, weniger um Wissenschaft, sondern vielmehr um die Praxis. Was passiert auf Feldern und Wiesen, oder beim Tier, wenn Glyphosat angewendet wird. Mit der „Augenberuhigung“, wie viele Anwender meinen, ist es eben nicht getan. Einmal Glyphosat spritzen und das Feld ist rein, ist nur ein Baustein. Zuerst versucht man auf dem Feld einen schönen grünen Bewuchs zu bekommen, um Humus und Nährstoffe zu erhöhen. Und dann spritzt man Glyphosat und tötet genau die Lebewesen, die diesen Bewuchs in Humus umwandeln sollen?!? Die Rechnung geht auf: Glyphosat wird heute verschenkt (nur noch Logistik und Verpackung), damit es viele anwenden. Na ja, es bringt den 5 – 10-fachen Folgeumsatz für die Konzerne durch Krankheiten und mehr Dünger. Und die Anwender fallen darauf herein nach dem Spruch: „Verschenke die Lampe und verkaufe dann das Öl dafür.“
Weiter will ich über diesen Film nicht kommentieren, weil ich den ganzen Inhalt noch nicht kenne. Wird aber bestimmt hochinteressant. Interessant auch deswegen, weil in der heutigen Landwirtschaft durch industriegesteuerte Fachberatung Management-, vor allem aber Technik- und Behandlungsfehler gefördert werden, um dann umsatzbringende Lösungen empfehlen zu können. Als Insider weiß man, was hier abläuft. „Gute fachliche Praxis“ ist heute: „Alles anwenden, was die Industrie anbietet?!?“ Dabei wäre alles so einfach, würde man statt die Folgen wieder die Ursachen abstellen. „Ganzheitliches Denken“, also auch die Folgen, sagte Prof. Anton Moser aus Graz, müsste man wieder lernen. Unwichtig, welche Bodenbearbeitungstechnik man oben anwendet, wenn der Untergrund durch immer schwerere Maschinen keinen Sauerstoff mehr bekommt oder das Bodenleben durch Fremdstoffe gestört wird. Bodenleben, das man nicht totfährt, spritzt man tot! Nicht nur bei BIO, sondern auch bei konventionell müsste man nur gesund, bodenschonend und nachhaltig mit der Natur arbeiten, und alles regelt sich wieder von selbst. Mit dem Sauerstoff käme auch der Kohlenstoff wieder selbst in den Boden. Schont eure „Arbeiter“ im Boden und lässt sie wieder atmen. Die werden euch so reiche Frucht bringen – ganz allein – ohne „Wunderheiler“ und Zusatzkosten.
Und dann soll eine Totspritzung mit Glyphosat auf festen Boden mit verschwiegenen hohen Folgekosten und langfristiger Bodenleben-Vernichtung kostensparender sein, als eine bodenlüftende natürliche Bewirtschaftung mit anschließender freudigen Arbeitsleistung der „Mitarbeiter im Boden“ - Geht´s noch?
Fakt ist, Glyphosat – und vieles mehr, braucht niemand, der Ackerbau versteht. Für unsere Bauern ist das schon lange kein Thema mehr, weil sie wieder in den Boden schauen. Schaut euch diesen Film an und macht euch selbst ein Bild. Und wichtig ist, das Denken wieder selbst in die Hand zu nehmen, denn wenn andere für euch Denken, ist meistens „Profit“ das Drehbuch. Jeder Ackerbauer kennt seine Böden und weiß, dass es auch niemals Universallösungen für alle Regionen gibt.

Quelle: BUND

Natur-Tier-Umweltschutz